
Morgan Stanley, eine Investmentbank mit einem Vermögen von 1,9 Billionen Dollar, hat bei der SEC ein S-1-Formular eingereicht, um einen Spot-Bitcoin-ETF aufzulegen.
Das Unternehmen plant, die Verwahrungsdienste von Coinbase und BNY Mellon zur Speicherung von Kryptowährungen zu nutzen. Es wird außerdem für die Abwicklung von Überweisungen bei der Ausgabe und Rücknahme von Anteilen des börsengehandelten Fonds verantwortlich sein.
Das im Dokument beschriebene Speichermodell orientiert sich an institutionellen Standards: Der Großteil der Bitcoins wird in Cold Wallets verwahrt, um das Risiko von Hackerangriffen zu minimieren.
Nur während Transaktionen zur Erstellung oder Einlösung von Wertpapieren können Coins vorübergehend in Handels-Wallets transferiert werden.
Im Prospekt wird auch darauf hingewiesen, dass eine Verwahrungsversicherung besteht, diese jedoch auf die Kunden verteilt wird und möglicherweise nicht alle möglichen Verluste abdeckt.
BNY Mellon wird zusätzlich als Administrator des Morgan Stanley Bitcoin Trust, Transferagent und Verwahrer von Fiatgeld fungieren. Die Bank wird die Buchhaltung und das Aktionärsregister führen sowie die Cashflows für ETF-Transaktionen verwalten.
Anfang Januar sagte Jeff Pack, Chief Investment Officer von ProCap, dass Morgan Stanley von der Einführung eigener ETFs profitieren würde, selbst wenn deren Renditen niedrig wären.
Seiner Meinung nach signalisiert das Vorhandensein eines solchen Instruments die „Weitsicht und den Mut“ des Vermögensverwalters. Es vermittelt das Bild eines fortschrittlichen Unternehmens, was insbesondere im Kampf um talentierte Mitarbeiter wichtig ist.
Morgan Stanley und der Kryptomarkt
Die Bank hat ihre Präsenz auf dem Kryptomarkt kontinuierlich ausgebaut. Im Jahr 2021 war Morgan Stanley das erste große US-Finanzinstitut, das seinen vermögenden Kunden Zugang zum NYDIG Bitcoin-Fonds bot.
Im Jahr 2024 erlaubte das Unternehmen Beratern, börsengehandelte Fonds auf Basis der ersten Kryptowährung von BlackRock und Fidelity zu empfehlen. Anschließend begann der Finanzriese mit den Vorbereitungen für den Start des Handels mit digitalen Vermögenswerten auf der Brokerplattform E*Trade.
Zur Erinnerung: Im Oktober 2025 empfahlen Analysten von Morgan Stanley, bis zu 4 % des Portfolios in Kryptowährungen zu investieren.
