Ethereum übertrifft Bitcoin in puncto Preisdynamik trotz schwachem Markt.

Die zweitgrößte Kryptowährung zeigt eine stärkere Dynamik als das Flaggschiff. Dies stellte Michael van de Poppe, Gründer von MN Trading, fest.

Seinen Angaben zufolge deutet die aktuelle Situation auf eine Erholung des Sektors digitaler Vermögenswerte hin. Um diese Dynamik zu festigen, muss Ethereum jedoch die Marke von 0,03250 gegenüber Bitcoin überwinden.

Ein Ausbruch über die vom Experten markierte Marke hinaus kann eine anhaltende Aufwärtsbewegung auslösen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels notiert die führende Kryptowährung bei rund 2.000 US-Dollar. In den letzten 24 Stunden ist ihr Kurs um 1,9 % gesunken, im Wochenverlauf um 6,4 %.

Stundenchart von Binance ETH/USDT. Quelle: TradingView.

Der Bitcoin-Kurs liegt bei rund 66.300 US-Dollar. In den letzten 24 Stunden ist der Indikator um 2,1 % gefallen, in den letzten sieben Tagen um 6,8 %.

Stundenchart von Binance BTC/USDT. Quelle: TradingView.

Van de Poppe bezeichnete die Gesamtdynamik der ersten Kryptowährung als schwach. Der Analyst vermutete, dass Bitcoin in den kommenden Wochen erneut auf ein neues Tief fallen könnte. Gleichzeitig merkte er an, dass die aktuelle Marktphase als Endphase eines Abwärtstrends betrachtet werden könne.

Bitcoin könnte bei 54.000 US-Dollar seinen Tiefpunkt erreichen.

Das Erreichen des Minimums der aktuellen Marktphase wird durch den realisierten Preisindikator angezeigt, der die durchschnittlichen Kosten für den Kauf von Coins im Netzwerk widerspiegelt.

Der Gründer von The DeFi Report, Michael Nadeau, merkte an, dass Bitcoin in Bärenphasen traditionell unter diesem Niveau gehandelt wird.

Der realisierte Preis selbst sinkt im Laufe der Zeit, da zuvor gekaufte Vermögenswerte zu niedrigeren Preisen verkauft werden. Dadurch kann die Kennzahl genutzt werden, um potenzielle Abwärtsrisiken innerhalb des aktuellen Zyklus zu beurteilen.

Laut CryptoQuant-Analyst Axel Adler Jr. liegt der Indikator aktuell bei 54.000 US-Dollar. Das Erreichen dieses Niveaus würde auf eine extreme Überverkauftheit hindeuten, die in vergangenen Zyklen häufig einer Trendwende vorausging.

Der Druck nimmt vor dem Hintergrund makroökonomischer Faktoren zu.

Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte zeigen sich widerstandsfähig, während der Nahostkonflikt die traditionellen Märkte unter enormen Druck setzt. Der S&P 500 verzeichnete die längste Serie täglicher Kursverluste seit 2022 und verlor in den letzten zehn Handelstagen mehr als 7 %. Der Nasdaq 100 fiel im gleichen Zeitraum um 5 %.

Die Gesamtmarktkapitalisierung des Kryptomarktes (2,32 Billionen US-Dollar) blieb nahezu unverändert. Seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran bewegt sich der Kurs von digitalem Gold zwischen 65.000 und 73.000 US-Dollar. Bei jeder Eskalation kam es zu Verkäufen, ein struktureller Kursrückgang blieb jedoch aus. Aktien hingegen verzeichnen einen stetigen Abwärtstrend.

Adler Jr. warnte jedoch davor, dass die relative Stabilität von Bitcoin nicht bedeute, dass es völlig unabhängig von risikobehafteten Anlagen sei. Zwar habe sich die kurzfristige Korrelation zwischen der ersten Kryptowährung und dem S&P 500 abgeschwächt, doch die Performance des Coins im Vergleich zum Index verschlechtere sich weiterhin.

„Die formale Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 ist mittlerweile ein weniger verlässlicher Indikator, aber die relative Dynamik deutet weiterhin darauf hin, dass der Markt Bitcoin als ein Asset mit höherem Risiko und größerer Drawdown-Amplitude als den S&P 500 wahrnimmt“, bemerkte er.

Solange sich das Verhältnis der führenden Kryptowährung zum Index nicht stabilisiert und zu erholen beginnt, ist es laut Analysten verfrüht, von einer Trendwende zu sprechen. Dies bedeutet, dass die aktuelle Stabilität von Bitcoin möglicherweise nur vorübergehend ist. Ohne eine Verbesserung der relativen Dynamik ist eine vollständige Aufwärtswende unwahrscheinlich.

Zur Erinnerung: Am 30. März fiel der Preis für digitales Gold auf 65.112 US-Dollar und erreichte damit erneut das Tief vom Ende Februar.

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