
Fast 80 % aller Kryptoprojekte hören nach groß angelegten Angriffen auf zu existieren, sagte Mitchell Amador, CEO der Web3-Sicherheitsplattform Immunefi, in einem Kommentar gegenüber Cointelegraph.
Seinen Angaben zufolge liegt der Hauptgrund für den Zusammenbruch nicht im direkten finanziellen Verlust, sondern im „Managementchaos und dem Vertrauensverlust“. Sobald die Schwachstelle entdeckt wird, verfallen die meisten Teams in eine Art Starre. Sie erkennen das wahre Ausmaß des Versagens nicht und haben keinen klaren Handlungsplan.
Amador merkte an, dass die ersten Stunden nach einem Angriff die schädlichsten sind. Anstatt schnell Entscheidungen zu treffen, verbringen die Entwickler Zeit mit Diskussionen und versuchen, die Situation zu analysieren. Dies führt zu weiteren Schäden.
Projekte scheuen sich oft, Smart Contracts aufgrund von Reputationsrisiken zu stoppen und die Kommunikation mit der Community zu unterbrechen. Schweigen schürt nur die Panik und verschärft die Verluste, betonte der Leiter von Immunefi.
Statistiken und Prognosen
Im Jahr 2025 erreichte die Summe der gestohlenen Gelder 3,4 Milliarden US-Dollar – der höchste Wert seit 2022. Drei Vorfälle, darunter der Bybit-Hack mit einem Schaden von 1,46 Milliarden US-Dollar, machten 69 % aller Verluste aus.
Trotz der negativen Statistiken ist Amador optimistisch. Seiner Meinung nach wird 2026 das stärkste Jahr in Bezug auf die Sicherheit von Smart Contracts sein. Dies wird durch verbesserte Audits, die Entwicklung von Überwachungstools und Firewalls begünstigt.
Der Experte warnte jedoch: Technologie wird nicht helfen, wenn die Teams keinen Krisenreaktionsplan im Voraus vorbereitet haben.
Zur Erinnerung: Im Jahr 2025 gingen über 154 Milliarden Dollar über illegale Krypto-Wallets ein – ein Anstieg um 162 % gegenüber 2024.
