Massiver Datenverlust im Quellcode von Claude Code enthüllt Dutzende versteckter anthropischer Funktionen

Das Startup Anthropic hat laut CNBC die Veröffentlichung eines Teils des Quellcodes seines KI-Programmierwerkzeugs Claude Code bestätigt.

„Es wurden keine vertraulichen Kundendaten offengelegt. Beim Verpacken der Veröffentlichung ist ein Fehler aufgetreten. Dieser war auf menschliches Versagen zurückzuführen, nicht auf einen Hackerangriff. Wir ergreifen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass dies nicht wieder vorkommt“, so ein Unternehmenssprecher.

Die ersten Berichte über das Online-Leak des Codes erschienen am 31. März. Der entsprechende Beitrag auf X wurde über 30 Millionen Mal aufgerufen.

Der Vorfall könnte sich negativ auf die Position von Anthropic auswirken, da er Drittentwicklern und Wettbewerbern Zugang zu den Algorithmen des beliebten Tools verschafft.

Die veröffentlichten Daten offenbaren detailliert die Architektur von Claude Code. Insbesondere wird deutlich, wie der Dienst funktioniert:

  • verwaltet Modellabfragen;
  • koordiniert die Arbeit mehrerer Assistenten;
  • kontrolliert Zugriff und Rechte;
  • Funktioniert mit Autorisierung.

Darüber hinaus wurden im Code 44 versteckte Funktionen entdeckt, die noch nicht offiziell eingeführt wurden. Zu den interessantesten Erkenntnissen zählen:

  • Kairos ist ein ständig aktives Hintergrundsystem. Es speichert „Speicherdaten“ und analysiert diese nachts, um zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen;
  • Buddy ist eine KI-Kreatur im Tamagotchi-Stil. Dem Quellcode zufolge war der Start für den 1. bis 7. April geplant.

Der Datensatz enthält außerdem den Undercover-Modus, einen speziellen Modus, der verhindert, dass das neuronale Netzwerk versehentlich interne Projektnamen veröffentlicht.

Eine Reihe von Lecks und der Wettbewerb auf dem Markt

Dies ist der zweite schwerwiegende Fehler des Unternehmens in jüngster Zeit. Wenige Tage zuvor wurden die Beschreibung eines zukünftigen KI-Modells und weitere Dokumente veröffentlicht.

Ein Sprecher von Anthropic erklärte damals, das neue Modell sei ein „quantitativer Sprung“ in der Leistung und „die bisher leistungsstärkste Lösung“. Es wird derzeit mit einer begrenzten Anzahl von Nutzern getestet.

Das Unternehmen erklärte, dass die Informationen über den bevorstehenden LLM-Studiengang aufgrund eines menschlichen Fehlers online erschienen seien und es sich bei den durchgesickerten Materialien um frühe Entwürfe von Inhalten handele.

Claude Code wurde im Mai 2025 einem breiten Publikum vorgestellt. Das Tool hilft Entwicklern bei der Erstellung von Funktionen, der Behebung von Fehlern und der Automatisierung von Aufgaben.

Im Laufe des letzten Jahres ist der Dienst so populär geworden, dass die wachsende Konkurrenz durch Anthropic OpenAI dazu zwang, das Sora-Projekt einzustellen, um die Ressourcen auf die Entwicklung ähnlicher Lösungen zu konzentrieren.

Zur Erinnerung: Im März machte Anthropic aus Claude einen KI-Agenten – der Bot war in der Lage, einen Computer zur Ausführung von Aufgaben zu nutzen.

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