
Angesichts der niedrigen Gebühren hat die Aktivität im Ethereum-Mainnet die Aktivität auf Layer 2 (L2) übertroffen – ein Trend, den Analysten von Token Terminal als „Rückkehr zum Mainnet“ bezeichnen.
🪃⛓️ Return to Mainnet@ethereum L1 übertrifft alle führenden L2-Netzwerke hinsichtlich der täglich aktiven Adressen.
Interessant. pic.twitter.com/Nk7O5adWA5
— Token Terminal 📊 (@tokenterminal) 22. Januar 2026
Laut Etherscan erreichte die Anzahl aktiver Adressen am 16. Januar einen Höchststand von rund 1,3 Millionen. Nach der Korrektur stabilisierte sich der Wert bei 945.000 pro Tag, womit er weiterhin die Kennzahlen der führenden Anbieter im L2-Segment übertrifft: Arbitrum, Base und OP Mainnet.

Dynamik der Anzahl aktiver Ethereum-Adressen. Quelle: Etherscan.
Parallel dazu kommt es zu einem Liquiditätsabfluss aus den „Superstrukturen“: Laut L2Beat sank der gesamte TVL des Second-Tier-Ökosystems im Laufe des Jahres um 17 % und beläuft sich auf 45 Milliarden US-Dollar.
Experten führten den Anstieg der Aktivität auf das Fusaka-Update vom Dezember zurück, das die Benzinpreise drastisch senkte. Sie warnten jedoch davor, dass ein erheblicher Teil des Datenverkehrs „künstlich erzeugt“ sein und nicht das Verhalten realer Nutzer widerspiegeln könnte.

Ethereum-Gaskosten. Quelle: Etherscan.
Der König der Tokenisierung
Trotz verdächtig hoher On-Chain-Aktivität bleibt Ethereum die bevorzugte Blockchain für die Verwahrung tokenisierter realer Vermögenswerte (RWA), wie ARK Invest feststellte.
Der Gesamtwert der im Netzwerk verwalteten Gelder überstieg 350 Milliarden US-Dollar. Analystenprognosen zufolge könnte der globale Markt für tokenisierte Finanzinstrumente bis 2030 ein Volumen von 11 Billionen US-Dollar erreichen.
Stablecoins dominieren dieses Segment, wobei Ethereum 56 % davon hält. Einschließlich L2 kontrolliert das Ökosystem 66 % des RWA-Segments.
Zur Erinnerung: Im Januar schlug Vitalik Buterin ein neues Validierungsmodell für Ethereum vor.
