
Perplexity hat einen lokalen KI-Agenten namens Personal Computer auf den Markt gebracht – er läuft rund um die Uhr und speichert Informationen zwischen den Sitzungen, ähnlich wie OpenClaw.
Der „digitale Generalist“ arbeitet mit denselben Schnittstellen wie der Benutzer. Das Tool erstellt und führt Arbeitsabläufe aus und kann stundenlang laufen.
Die erste Version des Produkts – Perplexity Computer – wurde im Februar 2026 veröffentlicht, und am 11. März stellte das Unternehmen eine aktualisierte Version des KI-Assistenten vor.
Das Unternehmen positioniert den Dienst als einen separaten „Computer“, da er „hochpräzise KI-Suche, ein Orchestrierungssystem mit 20 fortschrittlichen Modellen und agentenbasierten Zugriff auf das Internet“ bietet.
„Personal Computer läuft auf einem dedizierten Mac mini, der rund um die Uhr in Betrieb ist und mit Ihren lokalen Anwendungen sowie den sicheren Servern von Perplexity verbunden ist“, heißt es im Blog des Startups.
Das Unternehmen bezeichnet die Lösung als „digitalen Benutzerrepräsentanten“, mit dem sich Arbeitsmittel und Dateien von jedem beliebigen Gerät aus fernverwalten lassen.
Der PC arbeitet in einer geschützten, abgesicherten Umgebung. Kritische Vorgänge erfordern eine manuelle Bestätigung, und für den Fall von Störungen ist ein Notabschaltmechanismus vorhanden.
Computer für Unternehmen
Perplexity führte eine Studie auf Basis von Kennzahlen von McKinsey, Harvard, MIT und BCG durch. Die Ergebnisse zeigten, dass Perplexity Computer:
- Interne Teams sparten dadurch 1,6 Millionen Dollar;
- hat Aufgaben, die normalerweise 3,25 Jahre dauern, in nur vier Wochen bewältigt.
Das Unternehmen bot außerdem einen Computer-for-Enterprise-Service an, der sich problemlos in die Unternehmensinfrastruktur integrieren lässt und die Arbeit mit Hunderten von gängigen Plattformen unterstützt, darunter Snowflake, Salesforce und HubSpot.
Kunden können das neuronale Netzwerk an ihre individuellen Geschäftsprozesse anpassen. So können Mitarbeiter beispielsweise über private Nachrichten oder einen gemeinsamen Kanal in Slack mit LLM interagieren, um Code zu schreiben, Dashboards und Präsentationen zu erstellen, Finanzmodelle zu entwickeln und weitere Aufgaben zu erledigen. Zudem besteht die Möglichkeit, Workflows asynchron auszuführen.
Ökosystem-Update
Perplexity kündigte Aktualisierungen für seine anderen Produkte an:
- Comet ist an die Unternehmensumgebung angepasst – Administratoren können festlegen, wo und wie der Assistent arbeitet, Berechtigungen für den gesamten Browser oder einzelne Domänen festlegen und aktivere Aufgaben genehmigen;
- Die Perplexity-Plattform wird um vier APIs erweitert: Search, Agent, Embeddings, Sandbox;
- Der Computer konnte Daten von Statista, CB Insights und PitchBook nutzen;
- Perplexity Finance wurde um eine Daten- und Analyseebene unter „Computer, Deep Research und Search“ sowie ein separates Dashboard zur Echtzeit-Verfolgung von Märkten und Nachrichten erweitert. Der Dienst bietet nun Zugriff auf über 40 Finanzinstrumente in Echtzeit.
Das gesamte Perplexity-Ökosystem ist unter einer einzigen Marke vereint – Computer. Die Initiative zielt darauf ab, künstliche Intelligenz in alle Arbeitsbereiche zu integrieren – von persönlichen Aufgaben über Unternehmenssoftware bis hin zu Finanzanalysen.
Zur Erinnerung: Im Februar hat Samsung Perplexity als zweiten System-KI-Agenten in seine neuen S26-Smartphones integriert.
