
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat algorithmische Stablecoins als „echtes“ DeFi kategorisiert und damit angedeutet, dass sich die Branche schrittweise von der Bindung an den US-Dollar hin zu einem Indexkorb bewegen wird.
Bevor jetzt jemand „meine USDC-Rendite“ ruft: Das ist kein DeFi.
Würden algorithmische Stablecoins darunter fallen?
Meiner Meinung nach nein (d. h. algorithmische Stablecoins sind echtes DeFi).
Vereinfachte Antwort: Hätten wir einen guten, durch ETH gedeckten algorithmischen Stablecoin, dann wäre *selbst wenn* 99 % der Liquidität durch CDP-Inhaber gedeckt wären, die…
— vitalik.eth (@VitalikButerin) 8. Februar 2026
Buterin skizzierte zwei Wege für die Weiterentwicklung des Sektors.
„Light-Modus“ – Schaffung von Stablecoins mit Sicherheiten in Ethereum. Der Vorteil dieses Modells liegt in der Möglichkeit, Kontrahentenrisiken auf Market Maker zu verlagern. Der Mechanismus bleibt auch dann funktionsfähig, wenn 99 % der Liquidität von Debt Position Holders (CDPs) bereitgestellt werden.
Das „komplexe Regime“ erlaubt den Einsatz von Sachwerten. Diese Instrumente müssen jedoch strenge Kriterien erfüllen:
- hohe Diversifizierung des Warenkorbs;
- Überangebot;
- Begrenzung des Anteils eines einzelnen Vermögenswerts (er sollte das Überbesicherungsverhältnis nicht überschreiten).
Laut Buterin würde eine solche Struktur es dem Stablecoin ermöglichen, den Zusammenbruch einer der Komponenten der RWA-Reserven zu überstehen.
Weltweit geht der Entwickler davon aus, dass der Dollar als Recheneinheit an Bedeutung verlieren wird. Statt sich an Fiatwährungen zu orientieren, sollten Stablecoins vielmehr auf breit gefächerte Marktindizes ausgerichtet sein.
Gleichzeitig betrachtet er die derzeitigen Lösungen, die lediglich die Profitabilität zentralisierter Coins (wie USDC) über Kreditprotokolle (wie Aave) umleiten, nicht als vollwertige Stufe in der Entwicklung von DeFi.
Zur Erinnerung: Im Februar hatte Buterin erklärt, dass das ursprüngliche Konzept der Lösungen zweiter Ebene seine Relevanz verloren habe.
Die L2-Entwickler reagierten auf diese Aussage, indem sie der Notwendigkeit der Weiterentwicklung zustimmten, jedoch hinsichtlich der Rolle der Skalierung unterschiedlicher Meinung waren.
