
Bitcoin korreliert mit Technologieaktien und verhält sich wie ein risikoreiches Anlagegut. Analysten des Market Makers Wintermute führten die Marktstagnation auf einen Wandel im makroökonomischen Umfeld zurück.
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— Wintermute (@wintermute_t) 24. Februar 2026
Nach einer Liquidationswelle konnte sich Bitcoin mehrmals nicht über 70.000 US-Dollar stabilisieren. Die schwache Reaktion der Käufer auf den Kursrückgang deutet auf Unsicherheit unter den Marktteilnehmern hin. Die Liquidität bleibt gering, betonten Experten.
Ethereum fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 1900 US-Dollar. Experten bezeichneten die Marke von 1600 US-Dollar als die eigentliche Unterstützungszone.
Die institutionelle Nachfrage hat sich trotz Preisstabilisierung nicht erholt. Der Kapitalabfluss aus Spot-ETFs hält an. Im Derivatemarkt sinkt das offene Interesse seit Oktober, da Marktteilnehmer bevorzugt Put-Optionen zum Schutz ihrer Portfolios erwerben. Das kurzfristige Interesse großer Investoren an Altcoins ist schnell wieder verflogen.
Laut Wintermute durchläuft der Markt strukturelle Veränderungen. Der Einfluss der Fed hat abgenommen: Aufgrund der anhaltenden Inflation kann die Zentralbank die Geldpolitik nicht lockern und aufgrund der Konjunkturabschwächung die Zinsen nicht erhöhen.
Derzeit wird der Markt von zwei Hauptfaktoren bestimmt:
- Neubewertung des KI-Sektors: Investoren hinterfragen die Rentabilität von KI-Technologien, und die Wachstumsmultiplikatoren sinken.
- Deglobalisierung. Handelszölle sind zur Dauerlösung geworden, Lieferketten zersplittern und Rohstoffe werden immer teurer.
Kapital fließt von Wachstumsaktien in defensive und materielle Vermögenswerte: Gold, Industriewerte und den Verteidigungssektor.
Unter den aktuellen Bedingungen verlieren Kryptowährungen, wie auch der Technologiesektor insgesamt, an Bedeutung. Der Markt stuft digitale Vermögenswerte als zu riskant ein.
Die Schlüsselfrage für die Kryptoindustrie im Jahr 2026 wird die Dauer dieses makroökonomischen Wandels sein. Sollte sich der Trend zur Deglobalisierung und Stagflation verfestigen, wird Bitcoin weiterhin unter Druck stehen. Kehrt die Risikobereitschaft zurück, erwartet der Markt eine Erholung, so Wintermutes Fazit.
Zur Erinnerung: Am 24. Februar erreichte der Preis der ersten Kryptowährung das lokale Minimum von etwa 62.800 US-Dollar.
