Wissenschaftler haben einen „Neurohelm“ entwickelt, um einen Roboterhund zu steuern.

An der Xi'an Jiaotong Universität hat das Team von Professor Xu Guanghua eine Methode entwickelt, um einen Roboterhund mit der Kraft der Gedanken zu steuern.

Die Lösung basiert auf nicht-invasiver Gehirn-Computer-Schnittstellentechnologie (BCI). Sie erfasst neuronale Aktivitätssignale mithilfe spezieller Sensoren und ermöglicht die präzise Steuerung mechanischer Geräte.

Xu beschrieb das System als eine Art „Fernbedienung im Geist“.

Wenn der Benutzer eine Absicht formuliert, beispielsweise „vorwärts bewegen“, erzeugt das Gehirn entsprechende EEG- Signale. Das System erfasst und dekodiert diese, identifiziert den Befehl, wandelt ihn in eine Steuerungsanweisung um und übermittelt sie an den Roboterhund, der die Aufgabe ausführt.

In der aktuellen Phase unterstützt die Lösung 11 grundlegende Befehle – vorwärts, rückwärts, drehen usw. Die Erkennungsgenauigkeit liegt bei über 95 %, und die Verzögerung zwischen Gedanke und Handlung beträgt etwa eine Sekunde.

Invasive BCI-Technologien bieten zwar eine hohe Genauigkeit, erfordern jedoch eine chirurgische Implantation ins Gehirn, was Risiken wie Traumata, Infektionen, Immunabstoßung und Signalverschlechterung im Laufe der Zeit birgt.

Guanghuas Ansatz gilt als sicherer, wirtschaftlicher und benutzerfreundlicher. Allerdings sind nicht-invasive Signale weniger genau, was eine kontinuierliche und feinabgestimmte Echtzeitsteuerung erschwert.

Das Team wählte einen hybriden Ansatz mit einem Mensch-Maschine-Kollaborationsmodell.

„Der Mensch ist lediglich für die Formulierung übergeordneter Absichten wie ‚Wohin soll es gehen?‘ verantwortlich. Hochpräzise, schnelle und sich wiederholende Aufgaben wie autonome Navigation, Umgebungswahrnehmung, dynamische Hindernisvermeidung und Bewegungsausführung werden hingegen von den intelligenten Systemen der Maschinen selbst ausgeführt“, sagte Guanghua.

Dieser Ansatz erhöht die Effizienz und Stabilität der Lösung und ermöglicht es Ihnen, die mit der Genauigkeit nicht-invasiver Signale verbundenen Einschränkungen zu umgehen.

Der Wissenschaftler betonte, dass die Entwicklung von BCI regelmäßige Durchbrüche bei Basistechnologien und eine tiefe Integration mit zukunftsweisenden Bereichen – insbesondere KI und autonomer Navigation – erfordert.

Laut Guanghua kann der Roboterhund zu einem zuverlässigen Assistenten für Menschen mit Behinderungen werden.

Zur Erinnerung: Vom 25. bis 29. März fand in Peking das ZGC-Forum statt, auf dem Entwickler eine breite Palette von Produkten im Bereich BCI präsentierten – von spezialisierten Mikroschaltungen bis hin zu Rehabilitationssystemen.

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