
Die Entwickler von Ripple und XRP Ledger (XRPL) haben einen Plan zur Einführung neuer DeFi-Optionen vorgestellt, die den Nutzen des nativen Tokens als Vermittlungs- und Abwicklungsgut erhöhen sollen. XRP reagierte darauf mit einem Kursanstieg.
Beim Börsencrash am 6. Februar testete Bitcoin die 60.000-Dollar-Marke, während der Kurs des Ripple-Tokens auf 1,22 Dollar fiel. Im Zuge der Erholung legte die erste Kryptowährung täglich um etwa 2,5 % zu, ebenso wie die Gesamtmarktkapitalisierung digitaler Vermögenswerte. Der XRP-Kurs schnellte sofort um 18,6 % auf 1,53 Dollar in die Höhe.

Quelle: CoinGecko.
„XRPL hat sich zu einer leistungsstarken Blockchain für tokenisierte Finanzdienstleistungen mit Compliance-Tools, Echtzeitabwicklung und Programmierbarkeit auf Asset-Ebene entwickelt. Parallel dazu verzeichnet der XRP-Token, der das Netzwerk antreibt, ein dramatisches Wachstum sowohl bei der direkten als auch bei der indirekten Nutzung“, so die Entwickler.
Im Rahmen der Positionierung von XRPL als DeFi-Plattform für institutionelle Anleger wurden implementierte und geplante Lösungen für Zahlungen, den Austausch von Vermögenswerten, die Vermögensverwaltung und die Kreditvergabe erörtert. Alle diese Funktionen nutzen XRP direkt oder indirekt.
Ripple erweitert die XRP-Wirtschaft
Laut dem Beitrag der Entwickler stehen Firmenkunden in XRPL bereits folgende Optionen zur Verfügung:
- Der Multi-Purpose Token (MPT) ist ein Tokenisierungsstandard, der es ermöglicht, Metadaten wie Laufzeit und Tranchen, Transferbeschränkungen und andere Parameter ohne Smart Contracts zu programmieren;
- Nachweise – eine Identifikationsstufe für Emittenten zur Bestätigung des KYC-Status und der Akkreditierung oder Genehmigung durch Aufsichtsbehörden;
- Permissioned Domains — bietet eine anmeldeinformationsbasierte Zugriffskontrolle zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in der Blockchain;
- Simulieren — simuliert eine Transaktionsvorschau im Hauptnetz und reduziert so die Risiken bei großen und komplexen Transaktionen;
- Deep Freeze – eine Sperre, die es Token-Emittenten ermöglicht, den Missbrauch von Vermögenswerten zu verhindern und Sanktionsregime und andere rechtliche Vorschriften einzuhalten;
- Die XRPL EVM Sidechain ist eine über Axelar angebundene Sidechain, die Solidity-Entwicklern die Möglichkeit bietet, XRPL-Lösungen in der vertrauten Ethereum Virtual Machine-Umgebung zu nutzen.
Zu den in diesem Jahr erwarteten Neuerungen zählten die Teams von Ripple und XRPL Folgendes:
- Permissioned DEX ist eine dezentrale Börse, die auf Anmeldeinformationen und erlaubnispflichtigen Domänen basiert und den Zugang zu Transaktionen unter Berücksichtigung der AML/KYC-Anforderungen ermöglicht;
- Das Kreditprotokoll (XLS-65/66) ist ein Kreditprotokoll zur automatischen Vergabe von Krediten mit fester Laufzeit und stabilem Zinssatz.
Die Entwickler planen außerdem die Implementierung vertraulicher Transaktionen von MPT-Assets, die Erweiterung der Bedingungen für die Token-Ausgabe durch die Smart Escrows-Option und die Einführung eines institutionellen DeFi-Portals zur Vereinheitlichung von Zahlungen und Kreditvergabe auf einer einzigen Plattform.
Erinnern wir uns daran, dass Ripple im Januar eine Plattform für Unternehmensfinanzabteilungen vorgestellt hat: Ripple Treasury.
