YouTube führt KI-Avatare ein und verstärkt den Kampf gegen minderwertige Inhalte.

Die Videoplattform YouTube wird neue, auf künstlicher Intelligenz basierende Tools für Content-Ersteller einführen und den Kampf gegen minderwertige Inhalte verstärken, sagte CEO Neil Mohan.

Nutzer können kurze Shorts-Videos mit digitalen Avataren erstellen, Spiele auf Basis von Textbeschreibungen generieren und mit Musikkompositionen experimentieren.

„Während dieser gesamten Entwicklung wird KI ein Werkzeug zur Selbstentfaltung bleiben, kein Ersatz für den Schöpfer“, betonte der CEO der Plattform.

Die Integration künstlicher Intelligenz in den Kurzfilmbereich hat für das YouTube-Team höchste Priorität.

Im September stellte YouTube bereits eine spezielle Version seines Videogenerators Veo 3 vor, die ein neues Remix-Tool und die KI-gestützte Bearbeitungsfunktion bietet. Außerdem ermöglicht die Plattform nun das Umwandeln von Bildern in sechssekündige Clips.

Benutzerschutz

YouTube wird eine Kennzeichnung für Inhalte einführen, die mithilfe interner KI-Tools erstellt wurden. Urheber müssen die Verwendung neuronaler Netze offenlegen.

Parallel dazu aktualisiert YouTube sein Content-ID-System. Neue Algorithmen ermöglichen es Künstlern und Rechteinhabern, die Verwendung ihres Aussehens und ihrer Stimme in generierten Videos zu verfolgen und zu kontrollieren.

„Als systemische Maßnahme unterstützen wir wichtige Gesetzesinitiativen, wie beispielsweise den NO FAKES Act, um die kreative Integrität im digitalen Zeitalter zu schützen“, fügte Mohan hinzu.

Bekämpfung minderwertiger Inhalte

Die vorrangige Strategie wird die Bekämpfung von KI-Schrott sein – minderwertigen digitalen Inhalten, die in großem Umfang von künstlicher Intelligenz erzeugt werden.

„Als offene Plattform ermöglichen wir eine Vielzahl freier Meinungsäußerungen, gleichzeitig streben wir aber danach, dass YouTube ein Ort bleibt, an dem die Menschen gerne ihre Zeit verbringen“, bemerkte der Leiter der Plattform.

Als Teil dieser Bemühungen entwickelt YouTube „erprobte Systeme, die Spam und Clickbait erfolgreich bekämpfen“ und die Verbreitung sich wiederholender Videos reduzieren.

Laut Mohan sollte künstliche Intelligenz eine Brücke bilden, die „Neugier mit tiefem Verständnis verbindet“.

Die Plattform nutzt bereits aktiv Technologien, um die Zugänglichkeit von Videoinhalten zu verbessern. Im Dezember sahen sich täglich mehr als 6 Millionen Nutzer mindestens 10 Minuten automatisch synchronisierte Videos an.

Zur Erinnerung: Im Dezember eröffnete der Video-Hosting-Dienst den Content-Erstellern die Möglichkeit, Zahlungen in der Stablecoin PYUSD zu erhalten.

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