Akkumulationsphase oder Kapitulation? Analysten bewerten die Aussichten für Bitcoin.

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Bitcoin (BTC) hat ein entscheidendes Niveau erreicht, das den Verlauf des gesamten Marktzyklus bestimmen wird. Erstmals seit Langem schloss der Kurs unter einem wichtigen gleitenden Durchschnitt, und wichtige On-Chain-Muster deuten auf anhaltenden Verkaufsdruck hin.

Kritisches Niveau und historische Parallelen

Analyst Merlijn The Trader bezeichnete die aktuelle Handelsspanne als die wichtigste im gesamten Zyklus. Die entscheidende Unterstützungszone liegt zwischen 78.000 und 80.000 US-Dollar. Sollte diese Marke unterschritten werden, wäre das schlimmste Szenario ein Rückgang auf 69.000 US-Dollar.

Quelle: H.

Seiner Meinung nach wird der Zusammenbruch jedoch nicht abrupt erfolgen: Je länger die Kryptowährung in dieser Spanne verharrt, desto mehr Zeit hat die Marktstruktur, sich anzupassen.

„78.000 Dollar sind der entscheidende Faktor. Sie zu halten bedeutet Stabilität, sie zu verlieren bedeutet einen tieferen Kursverfall“, schloss er.

Wie Ted Pillows anmerkte, schloss Bitcoin die Woche erstmals seit Langem unter dem exponentiellen 100-Tage-Durchschnitt (100-EMA). Beim letzten Mal folgte darauf ein Kurssturz von 58 %.

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Rekt Fencer hält an diesem düsteren Ton fest und argumentiert, dass der Markt erst auf halbem Weg zur “endgültigen Kapitulation” sei und dass “der eigentliche Schmerz noch nicht begonnen hat”.

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Was sagen uns die On-Chain-Daten?

Die Daten von Glassnode bestätigen die Ernsthaftigkeit der Lage. Während Bitcoin aktuell bei 78.600 US-Dollar steht, liegen die wichtigsten On-Chain-Preismodelle weiterhin darüber.

  • Durchschnittlicher Kaufpreis der Kurzzeitinvestoren (STH) – 95.400 $;

  • Durchschnitt für aktive Anleger – 87.300 US-Dollar;

  • Durchschnittlicher Marktwert – 80.500 US-Dollar.

Deutlich niedriger liegt mit 55.900 US-Dollar lediglich der realisierte Preis, der historisch gesehen eine starke langfristige Unterstützung darstellt.

Quelle: H.

CryptoQuant-CEO Ki Young-Joo führte den Rückgang auf anhaltenden Verkaufsdruck und fehlenden Kapitalzufluss zurück. Er sagte, ein Kursverlust von 70 % sei unwahrscheinlich, zumindest solange keine großen Bitcoin-Inhaber wie Strategy mit dem Verkauf beginnen.

Der Analyst ist jedoch der Ansicht, dass der Markt seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht hat. Die Prognose für die nahe Zukunft geht von einer längeren Seitwärtsbewegung aus.

Ein optimistischer Ausblick

Michael van de Poppe sieht in einer weiteren Korrektur eine „massive Chance für eine schrittweise Akkumulation“. Er plädierte dafür, Bitcoin nicht anhand des US-Dollars zu bewerten, der seiner Ansicht nach „ohnehin verschwinden wird“, sondern anhand anderer knapper Güter wie Gold.

Seinen Angaben zufolge befindet sich das Verhältnis von Münzen zu Edelmetallen auf einem historischen Tiefstand, was die erste Kryptowährung zu einem attraktiven Kauf macht.

„Die Akkumulationsphase naht“, schloss er.

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