Analyst: Die aktuelle Kursbewegung von Bitcoin befindet sich in einer Umverteilungsphase, die Zyklusumkehr hat noch nicht begonnen.

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Laut einem Forscher mit dem Pseudonym MorenoDV_ deutet die aktuelle Kursentwicklung von Bitcoin (BTC) nicht auf das Ende eines Marktzyklus hin. Vielmehr durchläuft der Markt eine Phase der Risikoumverteilung zwischen verschiedenen Anlegergruppen. Dies wird anhand der Kennzahl „Realized Price“ über verschiedene Altersspannen von UTXOs hinweg verdeutlicht. Dadurch lässt sich erkennen, wo versteckter Verkaufsdruck konzentriert ist und welche Marktteilnehmer sich psychologisch sicher fühlen.

Der Bitcoin-Spotpreis liegt bei etwa 95.583 US-Dollar. Der realisierte Preis für kurzfristige Anleger liegt jedoch weiterhin unter diesem Wert. Die wöchentliche Kursspanne beträgt 89.255 US-Dollar, die Spanne der letzten ein bis drei Monate rund 93.504 US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass Käufer der letzten Zeit Gewinne erzielen und neu investiertes Kapital nach der Korrektur aktuell vom Markt belohnt statt abgestraft wird.

Laut dem Experten ist diese Verteilung wichtig. Historisch gesehen verringert eine positive Performance kurzfristiger Anleger das Risiko eines abrupten, impulsiven Kursverfalls. Die Angst wächst nicht auf Margin-Ebene, da die letzten Marktteilnehmer nicht unter Verlustdruck stehen und nicht panisch verkaufen müssen.

Der Hauptspannungsbereich verlagert sich zu den mittelfristigen Anlegern. Die Anlegergruppen mit Anlagehorizonten von 3–6 Monaten und 6–12 Monaten erzielten Preise über dem aktuellen Kurs – 114.808 $ bzw. 100.748 $. Diese Anleger erleiden zwar Verluste, die Daten deuten jedoch nicht auf eine Massenkapitulation hin. Die Coins werden nicht aggressiv auf niedrigeren Niveaus umverteilt, und die Verluste werden durch Antizipation statt durch erzwungene Verkäufe aufgefangen.

Es herrscht zwar Unbehagen, aber es hat noch nicht den Punkt erreicht, an dem Positionen aufgegeben werden. Dies ist der entscheidende Unterschied zwischen einer Korrektur innerhalb eines Zyklus und dem Beginn eines ausgewachsenen Abwärtstrends.

Der Analyst versicherte, dass die weitere Entwicklung davon abhängt, ob der Preis zum Niveau der letzten sechs bis zwölf Monate zurückkehren kann. Sollten sich die Spotpreise oberhalb dieser Zone konsolidieren, dürfte der Druck auf mittelfristige Anleger nachlassen. Die Verluste würden sich einem neutralen Niveau annähern, wodurch der Anreiz zum Verkauf bei steigenden Kursen sinken würde.

Entscheidend bleibt nicht nur der Preis, sondern auch die Interpretation der Ereignisse durch die Marktteilnehmer selbst. Der Experte merkte an, dass der Marktdruck begrenzt bleiben wird, solange mittelfristig orientierte Anleger den aktuellen Kursrückgang weiterhin als vorübergehende Unannehmlichkeit und nicht als strukturelles Ausstiegssignal wahrnehmen.

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