
In Natalie Brunells Sendung „Coin Stories“ äußerte sich BitMEX-Mitbegründer und Maelstrom-Investmentmanager Arthur Hayes eindringlich zur Weltwirtschaft und zur Zukunft von Bitcoin.
Hayes prognostiziert, dass die US-Notenbank erneut Geld drucken muss, um die Militärausgaben zu finanzieren, was einen starken Preisanstieg bei Bitcoin zur Folge haben wird.
Zu Beginn des Interviews ging Hayes auf seine Anlagestrategie ein und erklärte, dass er, wenn er jetzt Geld zum Investieren hätte, nicht sofort Bitcoin kaufen würde. Der renommierte Investor argumentierte, dass die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten die US-Notenbank dazu veranlassen würden, Geld zu drucken, um die amerikanische „Kriegsmaschinerie“ zu stützen, und sagte: „Ich werde Bitcoin kaufen, wenn die Zentralbanken anfangen, Geld zu drucken.“
Hayes hob die disruptiven Auswirkungen künstlicher Intelligenz (KI) auf den Arbeitsmarkt hervor und erklärte, dies könne einen „Minsky-Moment“ für das Bankensystem auslösen. Er argumentierte, die Übertragung von 10–20 % der Büroarbeitsplätze an KI-gesteuerte Systeme würde die Hebelwirkung im Bankensystem untergraben und zu einer schweren Kreditkrise führen. Ein solches Szenario erfordere ein Eingreifen der Federal Reserve.
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Hayes bezeichnete Bitcoin in seiner Analyse der Wertentwicklung der letzten sechs bis neun Monate als „Warnsignal für Liquiditätsprobleme“. Er führte die aktuelle Stagnation von Bitcoin auf unzureichende Dollar-Liquidität am Markt zurück und den Anstieg der Goldpreise auf das schwindende Vertrauen der Zentralbanken in Dollar-Anlagen und deren Bemühungen, ihre Reserven zu schützen.
Hayes erklärte, Bitcoin könne innerhalb der nächsten 5 Jahre einen Wert von 500.000 US-Dollar erreichen, dies hänge jedoch vollständig von der Ausweitung (Liquidität) der Fiatwährungen ab.
Hayes warnte vor kurzfristigen Träumen vom schnellen Reichtum und sagte: „Die Aufgabe des Marktes ist es nicht, Ihnen Geld zu verdienen, sondern Ihnen Ihr Geld wegzunehmen.“
*Dies ist keine Anlageberatung.
