
Die nachlassende Inflation in den USA veranlasst Investoren, ihre Haltung gegenüber Bitcoin und dessen Rolle als Anlage zu überdenken. Diese Ansicht äußerte der Krypto-Unternehmer Anthony Pompliano in einem Kommentar zur veränderten makroökonomischen Lage und deren Auswirkungen auf den Markt für digitale Vermögenswerte. Laut Pompliano galt Bitcoin zuvor als Absicherung gegen Währungsabwertung. Doch nun müssen Marktteilnehmer prüfen, ob sie weiterhin Vertrauen in die führende Kryptowährung als tragfähige langfristige Anlage haben.
In einem Interview mit Fox Business betonte Pompliano, dass das Hauptmerkmal von Bitcoin die begrenzte Verfügbarkeit sei. Die Gesamtmenge ist auf 21 Millionen Coins streng begrenzt, wodurch eine Erhöhung wie bei traditionellen Währungen technisch unmöglich ist.
Im Gegensatz zu Fiatwährungen bietet Bitcoin in diesem Kontext einen klaren strategischen Vorteil. Laut dem Unternehmer bildet dieser Faktor die Grundlage für seinen Investitionswert, unabhängig vom aktuellen Niveau der globalen Inflation.
Laut dem US-Arbeitsministerium sank der Verbraucherpreisindex im Januar auf 2,4 Prozent, nach 2,7 Prozent im Vormonat. Trotz einer regionalen Verlangsamung der Inflation weisen einige Experten darauf hin, dass der Druck auf die Verbraucher auf absehbare Zeit erheblich bleiben könnte. Dies führt zu Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung und der Aussichten für die Finanzmärkte.
Unter den aktuellen Umständen weist Bitcoin eine hohe Volatilität auf. Sein Kurs liegt derzeit bei rund 68.850 US-Dollar, nachdem er in den letzten 30 Tagen mehr als 28 % an Wert verloren hat.
Der Crypto Fear Greed Index fiel auf 9 Punkte und rutschte damit in den Bereich extremer Angst ab, was die Vorsicht der Anleger widerspiegelt.
Pompliano ist der Ansicht, dass weitere Maßnahmen der Zentralbanken einen entscheidenden Einfluss auf die globalen Märkte haben könnten. Steigt die Geldmenge und schwächt sich der Dollar ab, könnte das Interesse an Vermögenswerten mit begrenztem Angebot zunehmen.
