
Die zunehmenden geopolitischen Spannungen treiben den US-Dollar und die Ölpreise in die Höhe und setzen den ohnehin schon anfälligen Kryptowährungsmarkt zusätzlich unter Druck.
Bitcoin steuert auf den fünften wöchentlichen Rückgang in Folge zu. Das ist das erste Mal seit März-Mai 2022, als die Kryptowährung neun Wochen am Stück fiel.
Bis Donnerstag (asiatischer Zeit) hatte die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung bereits rund 3 % an Wert verloren und war unter 67.000 US-Dollar gefallen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin die Woche im Minus beenden wird.

Bitcoin-Kursentwicklung im Wochenverlauf. Quelle: Glassnode.
Makroökonomische Faktoren verschärfen die technische Schwäche des Marktes. Laut dem Wall Street Journal hat die USA ihre größte Luftwaffe im Nahen Osten seit dem Einmarsch in den Irak 2003 stationiert. Obwohl Washington Berichten zufolge zu einem Angriff auf den Iran bereit ist, hat Präsident Donald Trump noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Die Prognostiker von Polymarket schätzen die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs bis Ende des Monats auf 27 %.
Geopolitische Unsicherheit trieb den Dollar-Index auf 97,7 Punkte, den höchsten Stand seit dem 6. Februar. Gleichzeitig stieg der Preis für WTI-Rohöl auf 65 US-Dollar, nach einem Tiefststand von 62 US-Dollar am Mittwoch. Ein stärkerer US-Dollar und steigende Ölpreise belasten traditionell risikoreiche Anlagen. Dies führt zu zusätzlichem Gegenwind für Bitcoin und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines negativen Wochenschlusses.
Seit seinem Allzeithoch im Oktober von rund 126.500 US-Dollar hat Bitcoin mehr als 50 % an Wert verloren und ist auf 60.000 US-Dollar gefallen.
Bitcoin verzeichnete seit Oktober fünf aufeinanderfolgende Monatsverluste – die zweitlängste Serie in seiner Geschichte. Nur der sechsmonatige Rückgang von 2018 bis 2019 war noch länger.
Bitcoin verzeichnet seit sieben Monaten in Folge Kursverluste gegenüber Gold und stellt damit die längste Phase negativer Wertentwicklung gegenüber dem Edelmetall in der Geschichte dar.
