Bitcoin-Kurs verliert erneut an Aufwärtsdynamik: Warum fällt er und was passiert als Nächstes?

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Nach einer kurzen Phase des Optimismus an den Kryptowährungsmärkten hat der Verkaufsdruck wieder zugenommen. Bitcoin fiel nach der gestrigen starken Erholung heute erneut und dämpfte damit die Hoffnungen der Anleger auf einen Boden der Tatsachen.

Bitcoin, die weltweit größte Kryptowährung, fiel um 3,5 % auf 66.511 US-Dollar. Erst am Vortag hatte sie sich erstmals seit dem 16. Februar der 70.000-Dollar-Marke genähert, was auf eine Erholung der Risikobereitschaft hindeutete. Dieser Anstieg erwies sich jedoch als nicht nachhaltig.

Am Mittwoch verzeichneten in den USA gehandelte Bitcoin-ETFs Nettozuflüsse von über 500 Millionen US-Dollar. Die Tatsache, dass die Nettoabflüsse seit Jahresbeginn jedoch insgesamt rund 1,7 Milliarden US-Dollar betragen, deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger weiterhin vorsichtig agieren.

Adam McCarthy, Forschungsanalyst beim Kryptoanalyseunternehmen Kaiko, bewertete die aktuelle Situation mit der Feststellung, dass solche Kursanstiege in Bärenmärkten und Phasen geringer Liquidität üblich seien. McCarthy merkte an, dass der Anstieg nicht auf einer soliden Grundlage beruhte und die Korrektur daher nicht unerwartet kam.

Die Marktdynamik zeigt, dass Krypto-Assets eine hohe Korrelation mit Technologieaktien aufweisen. Insbesondere die Kursschwäche der Nvidia-Aktien aufgrund der Unsicherheit über KI-Investitionen sowie der Druck auf den KI-Sektor dämpfen das Interesse an risikoreicheren Anlagen.

Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise Asset Management, erklärte, dass Krypto-Winter eher mit Gleichgültigkeit als mit Begeisterung enden. Laut Hougan sind zwar starke Tagesanstiege bemerkenswert, man solle aber nicht erwarten, dass Bitcoin sofort die 100.000-Dollar-Marke erreicht. Er merkte an, dass dieser Prozess Zeit brauche und volatil sein werde, und deutete an, dass auch niedrigere Tiefststände möglich seien.

Anfang dieses Monats verlor Bitcoin alle Gewinne, die er aufgrund der Aussicht auf Donald Trumps Wiederwahl im November 2024 erzielt hatte. Die Erwartung einer kryptofreundlichen zweiten Amtszeit Trumps hatte Bitcoin im vergangenen Oktober auf ein Allzeithoch von über 126.000 US-Dollar getrieben. Der darauffolgende starke Kursverfall führte jedoch zu einer deutlichen Korrektur am Markt für digitale Vermögenswerte.

Auch Bergbauunternehmen haben unter den Turbulenzen im Sektor gelitten. Bitcoin Corp., ein von der Familie Trump unterstütztes US-amerikanisches Unternehmen, erlitt nach seinem erfolgreichen Börsengang an der Nasdaq aufgrund eines starken Kursverfalls einen schweren Schlag. Das Unternehmen meldete im vierten Quartal einen Verlust von 59 Millionen US-Dollar; der drastische Kursverfall vernichtete rund 90 Prozent seiner Marktkapitalisierung.

Matthew Kimmell, Analyst für digitale Vermögenswerte bei CoinShares, erklärte, der starke Kursverfall von Bitcoin seit seinem Höchststand könne Verluste bei Verwahrungsstrategien verschärfen. Laut Kimmell könnte der im Bilanzergebnis sichtbare Rückgang des Bitcoin-Marktwerts Investoren dazu veranlassen, Bilanzrisiken zu berücksichtigen, bevor diese sich auf die Betriebsergebnisse auswirken.

*Dies ist keine Anlageberatung.

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