
Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit erleben die globalen Märkte heftige Schwankungen, während Bitcoin dank der Aktivitäten am Wochenende wieder über 69.000 US-Dollar gestiegen ist.
Experten trafen sich im Kanal „Wolf from All Streets“, um zu diskutieren, ob dieses Wachstum nachhaltig ist und welche makroökonomischen Risiken auf dem Kryptowährungsmarkt entstehen könnten.
Mike McGlone, leitender Rohstoffstratege bei Bloomberg, zeichnete im Gegensatz zum allgemeinen Marktoptimismus ein eher pessimistisches Bild. Er erklärte, dass sich bereits eine der größten Blasen in der Geschichte des Aktienmarktes entwickle und er mit einer Korrektur des S&P 500-Index um etwa 50 bis 70 Prozent rechne. Parallel zu diesem möglichen Börsencrash könnte der Bitcoin-Kurs auf 10.000 US-Dollar fallen.
Er sagte, dass im Gegensatz zu den Rohstoffmärkten wie Öl und Gold, wo die Volatilität hoch sei, der Aktienmarkt eine künstlich niedrige Volatilität aufweise, was zu einem starken Rückgang führen werde.
Der ehemalige CoinRoutes-CEO Dave Weisberger lehnte McGlones Preisprognose von 10.000 US-Dollar entschieden ab und bezeichnete sie als „Clickbait“. Weisberger merkte an, dass sich Bitcoin selbst während der großen Insolvenzen des Jahres 2022 (FTX, Celsius usw.) von 16.000 US-Dollar erholt habe, und argumentierte, dass 10.000 US-Dollar angesichts der aktuellen Geldmenge und der institutionellen Akzeptanz eine unrealistische Zahl seien.
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Er sagte, Bitcoin könne nur dann auf ein solches Niveau fallen, wenn die Menschen glaubten, das System würde vollständig zusammenbrechen (zum Beispiel in extremen Szenarien wie der Bedrohung durch Quantencomputer), und die aktuelle Marktdynamik stütze dies nicht.
Er argumentierte, dass die kontinuierliche Geldschöpfung durch die Regierungen die Vermögenspreise nominell hoch halten würde, wodurch ein Inflationszyklus wahrscheinlicher sei als ein deflationärer Zusammenbruch.
Der Chief Investment Officer und Makrostratege James Lavish erklärte, die Märkte seien gegenüber politischen Ereignissen wie Trumps Äußerungen „abgestumpft“. Lavish argumentierte, der Markt sei datengetrieben und geopolitische Risiken seien weitgehend eingepreist. Er fügte hinzu, im Falle eines möglichen Zusammenbruchs würden die Zentralbanken erneut massive Geldmengen drucken, um das System zu retten, und diese Liquidität werde die Vermögenspreise (einschließlich Bitcoin) schützen.
Dies ist keine Anlageberatung.
