
- Bitcoin steht nach der Bildung niedrigerer Hochs und dem Durchbrechen wichtiger Unterstützungsniveaus unter starkem Abwärtsdruck.
- Eine Verringerung der Hebelwirkung führt zu einem Rückgang des offenen Interesses, was auf eine vorsichtige Stimmung unter den Händlern und eine Reduzierung der Risiken hindeutet.
- Die anhaltenden Abflüsse im Spotmarkt unterstreichen den anhaltenden Verkaufsdruck und das defensive Marktverhalten.
Der Tageschart von Bitcoin spiegelt eine umfassende Veränderung der Marktstruktur wider, da sich der Kurs in einen deutlichen Abwärtstrend vertieft. Nachdem der Kurs Höchststände nahe 120.000 US-Dollar erreicht hatte, konnte er seine Aufwärtsdynamik nicht beibehalten und bildete niedrigere Hochs und Tiefs. Infolgedessen übernahmen die Verkäufer die Kontrolle, als der Kurs unter mehrere Fibonacci-basierte Unterstützungszonen fiel.
Der aktuelle Kurs um 66.000 US-Dollar positioniert Bitcoin an einer wichtigen Marke, die von Marktteilnehmern genau beobachtet wird, um eine Stabilisierung oder einen weiteren Kursrückgang festzustellen. Neben den Kursbewegungen verstärken auch Derivate und Spotmarktdaten die vorsichtige Stimmung und deuten darauf hin, dass Händler eine defensive Haltung einnehmen und auf ein stärkeres Richtungssignal warten.
Bärische Struktur dominiert den Preis
Die technische Lage spricht weiterhin für Verkäufer, da Bitcoin unterhalb der vorherigen Unterstützungsniveaus notiert. Die Ablehnung im Bereich des 0,618-Fibonacci-Retracements nahe 101.000 US-Dollar markierte einen wichtigen Wendepunkt.
Der Abwärtsdruck verstärkte sich somit: Der Kurs verlor die Unterstützung bei 85.700 US-Dollar und fiel später unter 76.100 US-Dollar. Diese Ausbrüche bestätigten die Fortsetzung des bestehenden Abwärtstrends und wiesen nicht auf eine vorübergehende Korrektur hin.
Darüber hinaus notiert der Kurs weiterhin unterhalb des dynamischen Widerstands, der vom Supertrend-Indikator angezeigt wird. Die Dynamik bleibt stark, der ADX liegt über 55, was auf einen anhaltenden Trend und nicht auf Marktunsicherheit hindeutet.
Bitcoin-Preisdynamik (Quelle: TradingView)
Daher benötigen Käufer eine stärkere Nachfrage, bevor es zu einer signifikanten Trendwende kommt. Analysten beobachten derzeit den Bereich zwischen 66.600 und 60.700 US-Dollar als wichtige Unterstützungszone. Darüber hinaus könnte die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar als letzte Hürde vor einem tieferen Kursrückgang dienen.
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Phase der Hebelreduzierung bei offenen Beteiligungen
Die Daten zu Derivaten zeichnen ein anderes, aber ergänzendes Bild. Das offene Interesse stieg während früherer Kursanstiege sprunghaft an und erreichte 80 Milliarden US-Dollar, da Händler ihre Hebelwirkung erhöhten.
Quelle: Coin Glass
Die jüngsten Handelssitzungen zeigen jedoch einen stetigen Rückgang auf rund 44,6 Milliarden US-Dollar. Dieser Rückgang deutet auf eine Risikominderung und die Schließung von Positionen angesichts steigender Volatilität hin.
Neben der Verringerung des Liquidationsrisikos führt ein Schuldenabbau häufig zu einer Neuausrichtung der Marktstruktur und schafft die Voraussetzungen für eine nachhaltigere Entwicklung. Gleichzeitig spiegelt er jedoch auch ein geringes Vertrauen in das kurzfristige Wachstum wider. Infolgedessen erscheint die Marktteilnahme nun eher selektiv als aggressiv.
Spotflüsse bestätigen defensive Stimmung.
Quelle: Coin Glass
Die unbeständige Kapitalaktivität verstärkt die pessimistische Einschätzung. Die Kapitalflüsse zeigen anhaltende Abflüsse, was auf anhaltenden Verkaufsdruck an den Börsen hindeutet. Anfängliche Zuflüsse bremsten den Rückgang zwar kurzzeitig, konnten die Dynamik aber nicht aufrechterhalten. Darüber hinaus unterstreichen die jüngsten Nettoabflüsse von rund 49,96 Millionen US-Dollar die anhaltende Vorsicht der Anleger.
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Technische Prognose für Bitcoin (BTC)
Die wichtigsten Kursniveaus bleiben klar definiert, da Bitcoin innerhalb einer breiteren bärischen Struktur gehandelt wird.
- Aufwärtspotenzial: Die erste Hürde für eine Erholung liegt bei 76.100 US-Dollar, gefolgt von 85.700 US-Dollar als wichtigstem Fibonacci-Widerstand. Ein stärkerer Ausbruch könnte bis in die Angebotszone von 93.400 bis 101.000 US-Dollar reichen, wo die Verkäufer zuvor die Kontrolle zurückgewonnen hatten.
- Abwärtspotenzial: Der Bereich zwischen 66.600 und 60.700 US-Dollar bildet eine unmittelbare Unterstützung und die aktuelle Reaktionszone. Unterhalb dieses Niveaus bleibt die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar entscheidend für die Marktstabilität. Ein Durchbruch unter diese Zone könnte einen weiteren Kursverfall des Bitcoins hin zu niedrigeren Kursniveaus zur Folge haben.
- Widerstandszone: Der Bereich zwischen 76.000 und 85.000 US-Dollar bleibt ein wichtiger Erholungsbereich für die mittelfristige Aufwärtsdynamik. Ohne einen nachhaltigen Anstieg über diese Zone hinaus könnte die Rallye weiterhin unter Verkaufsdruck geraten.
Die technische Analyse zeigt, dass Bitcoin weiterhin in einem starken Abwärtstrend steckt, während die Volatilität in der Nähe der makroökonomischen Unterstützung nachlässt. Folglich befindet sich der Kurs an einem Wendepunkt, an dem ein deutlicher Ausbruch oder Einbruch die nächste größere Kursbewegung bestimmen könnte.
Wird sich Bitcoin erholen?
Bitcoins kurzfristige Aussichten hängen davon ab, ob Käufer die Spanne von 60.000 bis 66.000 US-Dollar lange genug halten können, um den Abwärtstrend zu bremsen. Neben der Preisstruktur deuten Derivatedaten auf eine Abkühlung des offenen Interesses hin, was auf einen Rückgang der Hebelwirkung und eine Wiederaufnahme spekulativer Positionen schließen lässt. Darüber hinaus zeigen Spot-Flow-Daten anhaltende Kapitalabflüsse, was auf eine vorsichtige Stimmung unter den Händlern schließen lässt.
Sollte die Kaufdynamik mit stärkeren Zuflüssen zurückkehren, könnte Bitcoin versuchen, sich auf 76.100 US-Dollar und später auf 85.700 US-Dollar zu erholen. Gelingt es Bitcoin jedoch nicht, die 60.000-Dollar-Marke zu halten, besteht die Gefahr, dass sich der Abwärtsdruck verstärkt und eine breiter angelegte Korrektur verlängert.
Bitcoin befindet sich weiterhin in einer wichtigen technischen Phase. Die Trendstärke ist nach wie vor hoch, doch die Bestätigung durch Volumen und Marktbewegungen wird die Richtung der nächsten Phase bestimmen.
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