
Am 11. März fiel Bitcoin (BTC) kurzzeitig unter 70.000 US-Dollar, im Vorfeld der Veröffentlichung von US-Inflationsdaten und groß angelegter Hamsterkäufe, hatte sich aber bis Redaktionsschluss wieder auf ein Niveau nahe 71.000 US-Dollar erholt, wie CoinMarketCap berichtet.
Inflation im Rahmen der Erwartungen
Die jüngsten US-Inflationsdaten haben dem Markt nicht wesentlich geschadet. Der Verbraucherpreisindex (VPI) blieb im Monatsvergleich unverändert bei 2,4 %. Analysten zufolge waren diese Zahlen bereits im Markt eingepreist, sodass sich die Preise nach einem kurzen Rückgang schnell stabilisierten.
Ein Nutzer von MMCrypto merkte an, dass die Unterstützung in kürzeren Zeiträumen “brutal getestet” wurde, die Käufer aber die Niveaus verteidigten.
Quelle: MMCrypto.
Laut QCP hat sich der Bereich zwischen 60.000 und 70.000 US-Dollar zu einer aktiven Akkumulationszone für langfristige Anleger entwickelt.
Stagflation-Szenario
Gleichzeitig wird auf den globalen Märkten zunehmend über ein Stagflation-Szenario diskutiert – eine Kombination aus verlangsamtem Wirtschaftswachstum und hoher Inflation, bei der traditionelle Abwehrmechanismen anders funktionieren.
Die Situation auf dem Energiemarkt verschärft sich.
„Die G7-Staaten und die Internationale Energieagentur (IEA) planen die größte Freigabe von Öl aus ihren strategischen Reserven aller Zeiten. Dies entspricht 300 bis 400 Millionen Barrel – etwa einem Viertel der gesamten Reserven der teilnehmenden Länder. Der bisherige Rekord lag bei 182 Millionen Barrel und wurde 2022 aufgestellt“, heißt es im QCP-Bericht.
Trotz der Bemühungen zur Stabilisierung der Ölpreise bleibt die Volatilität im Rohstoffsektor hoch. Analysten zufolge verhält sich die weltweit erste Kryptowährung unter diesen Bedingungen eher wie ein liquiditätssensibles Makroinstrument als wie ein risikoreiches Anlagegut.
Gleichzeitig kalkulieren Händler weiterhin „Extremrisiken“ in die Preisgestaltung ein und fürchten starke negative Ereignisse.
Optimisten lassen sich davon jedoch nicht beirren. JAN3-CEO Samson Mo erklärte, dass ein Fall des Bitcoin-Kurses unter 80.000 US-Dollar im nächsten Monat unwahrscheinlich sei und er eine Rückkehr auf die 100.000-Dollar-Marke für weitaus wahrscheinlicher halte.
