
Die brasilianische Abgeordnetenkammer hat einen wichtigen Gesetzentwurf erneut eingebracht, der es der Regierung ermöglichen würde, eine strategische Bitcoin-Reserve anzulegen. Sollte der Entwurf verabschiedet werden, könnte die Regierung in den nächsten fünf Jahren Bitcoin im Wert von bis zu einer Million US-Dollar erwerben. Dies ist ein deutlich ambitionierteres Ziel als ursprünglich geplant, und die Käufe der Kryptowährung sollen schrittweise erfolgen, um Markterschütterungen zu vermeiden.
Das Gesetz erlaubt zudem die Verwendung von Bitcoin zur Zahlung von Bundessteuern und Bußgeldern, und Gewinne aus dem Verkauf der Kryptowährung sind steuerfrei. Darüber hinaus dürfen von Gerichten beschlagnahmte und vom Staat verwahrte Bitcoins nicht verkauft werden, sondern verbleiben in Reserve.
Dank des neuen Gesetzes könnte Brasilien zu einem der größten staatlichen Bitcoin-Besitzer weltweit werden und viele Unternehmen und andere Länder überholen. Eine Million US-Dollar in Bitcoin entspricht etwa 5 % des Gesamtangebots. Dieser beachtliche Bestand wird der Regierung helfen, ihre öffentlichen Vermögenswerte zu diversifizieren und sich gegen Inflation und Währungsabwertung abzusichern. Zudem trägt er dazu bei, die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern.
Der Gesetzentwurf wird derzeit von verschiedenen Ausschüssen geprüft, darunter dem Ausschuss für wirtschaftliche Entwicklung, Finanzen und Steuern sowie dem Ausschuss für Verfassungsrecht und Justiz.
