Der Bitcoin-Bullenmarkt endet im Oktober
Die bisherigen Bullenzyklen von Bitcoin dauerten rund 1.060 Tage. Wenn sich die Geschichte wiederholt, könnte die aktuelle Rallye bereits im Oktober ihren Höhepunkt erreichen.
Mit dem nahenden September – dem traditionell schwächsten Monat für die wichtigste Kryptowährung – wächst die Besorgnis.
Historisches Muster deutet auf Oktober hin
Viele pessimistische Prognosen haben sich nicht bewahrheitet, und die aktuelle Rallye dauert bereits seit drei Jahren an. Anleger sind jedoch mittlerweile weniger an der Dauer der Rallye interessiert, sondern am Ausmaß der Bewegung. So stellt Analyst Inmortal fest, dass frühere Aufwärtszyklen etwa 1060 Tage dauerten.
Vergangene Bullenmärkte. Quelle: Inmortal on X
„Wenn sich das Muster wiederholt, wird der Höhepunkt des aktuellen Zyklus im Oktober erreicht“, prognostiziert er.
Ein anderer Analyst, Jelle, glaubt, dass die Bitcoin-Bullen noch etwa 55 Tage Zeit haben. Ihm zufolge steht diese Prognose im Einklang mit der Dynamik von Solana und Ethereum, die sich ebenfalls auf die Erneuerung ihrer Preishöchststände vorbereiten. Altcoins erreichen ihren Höchststand normalerweise etwa einen Monat nach BTC.
Bärische Signale auf Charts
Auch das technische Bild spricht nicht für Bitcoin. Analyst Ali weist auf eine bärische Divergenz im Wochenchart hin: Der BTC-Preis erreicht neue Höchststände, während der Relative-Stärke-Index (RSI) niedrigere Tiefststände anzeigt. Eine ähnliche Divergenz wurde vor dem Zyklus-Top im Jahr 2021 beobachtet.
Auch andere Indikatoren wie der Spot Taker CVD und das Taker Buy/Sell Ratio deuten auf einen möglichen Anstieg der Verkäufe hin. Diese Bedenken werden durch saisonale Faktoren verstärkt: Laut Coinglass lag die durchschnittliche Rendite für Bitcoin im September historisch bei -3,77 %, was ihn zum schlechtesten Monat des Jahres macht.
Die Hauptsache fehlt – Euphorie
Es ist jedoch anzumerken, dass diese Prognosen ausschließlich auf historischen Daten und technischen Signalen basieren und die Marktstimmung außer Acht lassen.
„Viele erwarten in den nächsten Monaten einen BTC-Höhepunkt, und ich halte das für möglich. Aber ein Element fehlt: Euphorie. Die Stimmung ist ein wichtiger Indikator für einen Markthöhepunkt, und wir sehen noch keine Anzeichen allgemeiner Aufregung“, bemerkt Analyst Colin Talks Crypto.
Zur Unsicherheit trägt auch die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank im September bei, die die Richtung von Bitcoin für den Rest des Jahres vorgeben könnte.
Source: cryptonews.net