
Die zunehmende Unsicherheit auf den Kryptowährungsmärkten deutet auf wachsende Abwärtsrisiken für Bitcoin hin. Daten von dezentralen Optionsplattformen zeigen eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin bis Ende Juni unter 80.000 US-Dollar fällt.
Der Kursverfall von Bitcoin unter 91.000 US-Dollar, insbesondere nach der scharfen Rhetorik von US-Präsident Donald Trump in Bezug auf Zölle, hat die vorsichtige Haltung der Anleger verstärkt.
Laut Daten des dezentralen Derivateprotokolls Derive.xyz schätzen Investoren die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin bis zum 26. Juni unter 80.000 US-Dollar fällt, auf 30 %. Die Wahrscheinlichkeit, dass BTC im selben Zeitraum über 120.000 US-Dollar steigt, liegt hingegen nur bei 19 %. Dr. Sean Dawson, Forschungsdirektor bei Derive.xyz, erklärte, der Optionsmarkt weise einen Abwärtstrend auf, was darauf hindeute, dass dieses Ungleichgewicht starke kurzfristige Erwartungen an einen Preisrückgang widerspiegele.
Optionen sind derivative Finanzinstrumente, mit denen Anleger auf den zukünftigen Bitcoin-Kurs spekulieren können. Die hohe Nachfrage nach Put-Optionen am Markt schürt die Erwartung, dass der Kurs auf 75.000 bis 80.000 US-Dollar fallen könnte. Dieses Niveau entspricht dem Tiefststand vom April 2025, als der Bitcoin-Kurs nach der Einführung massiver Importzölle durch Trump auf 75.000 US-Dollar fiel.
Die jüngsten geopolitischen Spannungen haben die Risikowahrnehmung zusätzlich verstärkt. Trumps Drohung, zehn europäischen Ländern, die seinen Grönlandplan ablehnen, einen zusätzlichen Zoll von 10 % aufzuerlegen, löste an den globalen Märkten Besorgnis aus. Daraufhin fiel der Bitcoin-Kurs von 95.000 auf 91.000 US-Dollar. Laut Dawson erhöhen die wachsenden Spannungen zwischen den USA und Europa das Risiko einer Rückkehr zu einer Phase erhöhter Volatilität.
Sowohl die Derive-Plattform als auch die zentralisierte Deribit-Plattform weisen offene Positionen im Bereich von 75.000 bis 80.000 US-Dollar auf, was darauf hindeutet, dass Anleger eine stärkere Korrektur ernsthaft in Betracht ziehen. Experten weisen darauf hin, dass die Spotpreise diese kurzfristigen Risiken nicht vollständig widerspiegeln, der Optionsmarkt jedoch ein vorsichtiges Bild zeichnet.
*Dies ist keine Anlageberatung.
