Die Kapitalabflüsse aus US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs haben seit Jahresbeginn 4,5 Milliarden Dollar überschritten.

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US-Bitcoin-Spotfonds erleben derzeit die längste Phase institutioneller Kapitalabflüsse seit Langem.

Anlageprodukte verzeichnen seit sechs Wochen in Folge Kursverluste. Die makroökonomische Unsicherheit zwingt Anleger dazu, Kapital in traditionelle, defensive Anlagen umzuschichten.

Kunden von BlackRock und Fidelity heben angesichts der Marktvolatilität Rekordsummen ab.

Seit Jahresbeginn haben börsengehandelte Fonds (ETFs) rund 4,5 Milliarden US-Dollar verloren. Diese Verluste wurden jedoch teilweise durch einen Zufluss von 1,8 Milliarden US-Dollar in der ersten und dritten Januarwoche kompensiert. Daten der SosoValue-Plattform deuten auf einen deutlichen Stimmungsumschwung bei den Anlegern hin.

Der Hauptschlag erfolgte in den letzten fünf Wochen. Der negative Trend begann Ende Januar und führte zu einem Abzug von rund 4 Milliarden US-Dollar aus allen verfügbaren Produkten. Hauptauslöser war die jüngste Korrektur des zugrunde liegenden Vermögenspreises.

Wöchentliche Bitcoin-ETF-Zuflüsse im Jahr 2026. Wöchentliche Bitcoin-ETF-Zuflüsse im Jahr 2026. Quelle: SoSo Value

Darüber hinaus verzeichneten die Marktführer des Segments die größten Verluste. Der iShares Bitcoin Trust von BlackRock verlor im vergangenen Monat mehr als 2,1 Milliarden US-Dollar. Der Wise Origin Bitcoin Fund von Fidelity musste unterdessen einen Mittelabfluss von über 954 Millionen US-Dollar hinnehmen. Infolgedessen, so CryptoQuant-Analyst J.A. Maartun, fiel die Gesamtperformance auf ein Jahrestief.

Die aktuelle Kapitalabflusswelle verdeutlicht einen klaren Strategiewechsel bei den wichtigsten Marktteilnehmern. Die aggressive Dynamik der Anfangsjahre dieser Anlageklasse weicht einer vorsichtigeren Haltung. Darüber hinaus hat die US-amerikanische Makroökonomie eine massive Risikoreduzierung bei den Wall-Street-Managern ausgelöst.

Infolgedessen fließt Kapital aktiv von digitalen Währungen in Edelmetalle. Gold und Silber erfreuen sich wieder großer Beliebtheit. So haben beispielsweise goldbasierte börsengehandelte Produkte in den letzten drei Monaten 16 Milliarden US-Dollar angezogen.

Gleichzeitig betonen Marktbeobachter die anhaltende strukturelle Integrität der Spot-Instrumente. Eric Balchunas, Senior Analyst bei Bloomberg, beurteilt das Gesamtbild für das junge Anlageprodukt als historisch positiv. Der Experte hebt hervor, dass die anfänglichen Erwartungen deutlich übertroffen wurden. Ursprünglich waren 5 bis 15 Milliarden US-Dollar im ersten Handelsjahr prognostiziert worden.

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