
Der Schlüssel zum massiven Wachstum von digitalem Gold und Altcoins liegt laut Analysten von Santiment in ihrer Unabhängigkeit von den traditionellen Finanzmärkten.
📊 Bitcoin bewegte sich jahrelang oft parallel zum Aktienmarkt, insbesondere zum S&P 500. Steigten die Aktienkurse in Zeiten niedriger Zinsen und starken Wirtschaftswachstums (z. B. 2021 und 2024), erlebten Bitcoin und viele andere Kryptowährungen einen Aufschwung. Fielen die Aktienkurse hingegen… pic.twitter.com/IQMc47b9Zm
— Santiment (@santimentfeed) 24. Februar 2026
Bitcoin orientiert sich typischerweise am S&P 500 Index. Digitale Vermögenswerte steigen im Preis in Zeiten niedriger Zinsen und fallen, wenn die US-Notenbank (Fed) die Zinsen anhebt.
In den vergangenen sechs Monaten hat sich dieses Muster jedoch umgekehrt. Seit Ende August ist der Goldpreis um 51 % gestiegen, der S&P 500 um 7 %, während Bitcoin um 43 % gefallen ist. Forscher haben die schwächste Korrelation zwischen diesen Vermögenswerten seit der Krise im November 2022 festgestellt.
Während die führende Kryptowährung an Wert verliert, bleiben die traditionellen Märkte stabil. Experten bezeichnen diese Entkorrelation jedoch als vorübergehendes Phänomen, das durch Kapitalabflüsse verursacht wird. Es wird erwartet, dass Bitcoin bald zu seinem üblichen Kursmuster zurückkehrt und sich wieder an den Aktienmärkten orientiert.
Analysten erwarten drei Zinssenkungen der US-Notenbank Fed in der zweiten Jahreshälfte 2025. Diese Lockerung der Geldpolitik wird die Voraussetzungen für einen rasanten Preisanstieg schaffen. Digitales Gold wird somit Wachstumspotenzial haben und den Abstand zu Aktienindizes verringern können.
Dynamik der MVRV-Metrik
Glassnode-Analyst Chris Beamish stellte eine Normalisierung des MVRV-Verhältnisses fest. Dieser Rückgang hat die Bewertung der Kryptowährung auf ein Niveau mit einem historisch günstigen Risiko-Rendite-Verhältnis zurückgeführt. Bitcoin befindet sich jedoch noch nicht in einer Phase starker Unterbewertung.
Der MVRV-Wert des Bitcoins hat sich wieder seinem langfristigen Mittelwert angenähert, wobei die vorherigen +1σ-Extremwerte nun vollständig zurückgesetzt wurden.
Die Bewertungen nähern sich Niveaus, die historisch gesehen ein besseres Risiko-Rendite-Verhältnis signalisierten, befinden sich aber noch nicht im Bereich starker Unterbewertung. https://t.co/UMCgOJKwZQ pic.twitter.com/5JHnEeLGeh
— Chris Beamish (@ChrisBeamish_) 24. Februar 2026
Die realisierte Marktkapitalisierung der Kryptowährung sank von ihrem Höchststand im November von 1,12 Billionen US-Dollar auf 1,09 Billionen US-Dollar. Im Laufe des Monats ging sie um 2,26 % zurück, was auf anhaltende Kapitalabflüsse hindeutet.
Laut dem Forscher Axel Adler Jr. besteht der größte Anteil des Bitcoin-Angebots (25,9 %) aus Coins, die drei bis sechs Monate lang ungenutzt geblieben sind. Die meisten dieser Positionen befinden sich nahe ihrer Höchstpreise und führen zu Verlusten.
Der Analyst beschrieb die aktuelle Marktphase als „neutral-defensiv“. Die Anleger vermeiden eine Massenkapitulation, aber es gibt noch keinen Zufluss neuer Gelder, der den Preis in die Höhe treiben könnte.
Zur Erinnerung: Am 24. Februar identifizierten die Analysten von Matrixport ein Haupthindernis für die Erholung von Bitcoin.
Analysten warnen vor dem Risiko eines Bitcoin-Kursverfalls auf 47.000 US-Dollar.
