
- Brian Armstrong mahnt die Menschen, sich auf die langfristige Perspektive zu konzentrieren und kurzfristige Preisschwankungen bei Bitcoin zu ignorieren.
- Er sagt, Investoren könnten es bereuen, keine Bitcoins zu besitzen, was ein Risiko von mindestens 5 % impliziert.
- Armstrong ist der Ansicht, dass das begrenzte Angebot an Bitcoin im Laufe der Zeit deutlich höhere Preise ermöglicht.
Der Kryptomarkt steht erneut unter Druck. Bitcoin fiel kurzzeitig auf 80.000 US-Dollar, Altcoins sanken auf die Unterstützungsniveaus, und die Angst hat sich wieder in der Stimmung der Händler breitgemacht. Doch inmitten der roten Kerzen blickt Brian Armstrong von Coinbase weit über die heutige Kursentwicklung hinaus.
Seiner Ansicht nach liegt der eigentliche Fehler nicht darin, zum falschen Zeitpunkt gekauft zu haben; er wird überhaupt keine Bitcoins besitzen.
„Zieh weg. Ganz weit weg.“
In einem Interview mit Bloomberg wies Armstrong kurzfristige Volatilität zurück und argumentierte, dass Kryptomärkte Geduld statt Vorhersagen belohnen.
Allein in den letzten zwei Jahren, so Armstrong, habe Bitcoin trotz mehrerer starker Rücksetzer um rund 100 % zugelegt. „Was in einer bestimmten Woche oder einem bestimmten Monat passiert, ist nicht so wichtig“, sagte Armstrong. „Interessant ist der langfristige Trend.“
Diese Ansicht prägt seine Investitionen. Armstrong sagte, er vermeide kurzfristige Prognosen und glaube nicht, dass die meisten Menschen mit Kryptowährungen Daytrading betreiben sollten. Sein Ansatz ist einfach: kaufen, halten und der Zeit ihren Lauf lassen.
Die 5%-Frage
Auf die Frage, was die Menschen in zehn Jahren an Kryptowährungen am meisten bereuen könnten, zögerte Armstrong nicht.
„Wenn Sie nicht mindestens 5 % Ihres Nettovermögens in Bitcoin angelegt haben, werden Sie wahrscheinlich sehr traurig sein“, sagte er.
Es ist eine Aussage, die den Lärm durchbricht und widerspiegelt, was viele Investoren vor einem Jahrzehnt über Bitcoin dachten, als er noch in Hunderten statt in Zehntausenden gehandelt wurde.
Warum Armstrong weiterhin an deutlich höhere Preise glaubt
Armstrong hat öffentlich erklärt, dass er glaubt, Bitcoin könne bis 2030 einen Wert von 1 Million Dollar erreichen. Seine Begründung basiert nicht auf Hype, sondern auf Struktur.
Das Bitcoin-Angebot ist begrenzt. Es gibt keine zentrale Instanz, die mehr Bitcoin drucken kann. Mit zunehmender Akzeptanz – von Einzelpersonen über Institutionen bis hin zu ganzen Zahlungssystemen – steigt die Nachfrage, selbst bei einem begrenzten Angebot. „Diese Dynamik“, argumentiert Armstrong, „führt langfristig nur in eine Richtung.“
Mehr als nur eine Preisgeschichte
Für Armstrong ist Bitcoin nur ein Teil eines viel größeren Wandels.
Er sagt, Kryptowährungen veränderten im Stillen das Finanzwesen, senkten die Kreditkosten, beschleunigten grenzüberschreitende Zahlungen und ermöglichten es normalen Menschen, Investitionsmöglichkeiten zu nutzen, die einst den Reichen vorbehalten waren.
Selbst diejenigen, die sich „nicht für Kryptowährungen interessieren“, werden laut Armstrong davon profitieren. Sie bemerken vielleicht einfach günstigere Kredite, schnellere Zahlungen oder höhere Renditen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was im Hintergrund vor sich geht.
Kurzfristig werden die Märkte weiterhin schwanken. Bitcoin könnte fallen. Altcoins könnten Schwierigkeiten haben. Die Schlagzeilen werden zwischen Angst und Optimismus schwanken. Doch Armstrongs Botschaft ist eindeutig: Das größte Risiko ist nicht die Volatilität, sondern deren Fehlen.
Siehe auch: Arthur Hayes erklärt, warum die sinkende Dollar-Liquidität Bitcoin belastet.
