
Laut The Block, das sich auf Analysten von JPMorgan beruft, hat Bitcoin während des Krieges mit dem Iran Anzeichen einer gestiegenen Nachfrage als sicherer Hafen gezeigt, während Gold und Silber an Wert verloren haben.
Laut ihren Daten verzeichnete die führende Kryptowährung in den letzten Wochen Netto-Kapitalzuflüsse und eine erhöhte Aktivität. Gleichzeitig mussten Gold-ETFs erhebliche Abflüsse hinnehmen, und die Zuflüsse in Silberfonds sind vollständig zum Erliegen gekommen.
JPMorgan führte den Rückgang des Goldpreises um 15 % seit Anfang März auf steigende Zinsen und einen stärkeren US-Dollar zurück, wodurch zuvor übergewichtete Positionen unter Druck gerieten.
Analysten stellten fest, dass Gold-ETFs in den ersten drei Märzwochen rund 11 Milliarden US-Dollar an Wert verloren. Gleichzeitig stagnierten die Zuflüsse in Silberfonds vollständig und erreichten wieder das Niveau des letzten Sommers, so der Bericht.
Vor diesem Hintergrund hat Bitcoin eine relative Widerstandsfähigkeit bewiesen und sich als Alternative zu traditionellen sicheren Anlagen etabliert.
Die Kryptowährungsaktivitäten im Iran sind sprunghaft angestiegen.
Seit Ausbruch des Krieges im Iran hat die Aktivität von Kryptowährungsnutzern deutlich zugenommen. JPMorgan betonte unter Berufung auf Daten von Chainalysis, dass Bürger Gelder von lokalen Börsen auf nicht-verwahrende Wallets und internationale Plattformen transferiert haben.
Analysten von JPMorgan betonten, dass Faktoren wie die Grenzenlosigkeit des Netzwerks, die Möglichkeit zur unabhängigen Speicherung von Vermögenswerten und der 24/7-Handel Bitcoin zu einem praktischen Instrument angesichts von Währungsbeschränkungen und wirtschaftlicher Instabilität machen.
Institutionelle Anleger reduzierten ihre Positionen im Metallsektor.
Laut dem Bericht ergab ein Indikator von JPMorgan, der auf Daten der Chicago Mercantile Exchange basiert, dass institutionelle Anleger Ende 2025 und Anfang 2026 ihre Positionen in Gold und Silber aktiv ausgebaut haben.
Seit Januar sind diese Positionen jedoch deutlich zurückgegangen, was auf Gewinnmitnahmen hindeutet. Die Positionen in Bitcoin-Futures blieben hingegen relativ stabil.
Experten zufolge deuteten Momentum-Handelssignale darauf hin, dass Gold und Silber von überkauften Niveaus unter neutrale Niveaus fielen, was auf Liquidationen hindeutet. Bitcoin-Signale hingegen erholten sich von überverkauften Niveaus und erreichten ebenfalls neutrale Werte.
Analysten stellten zudem eine Veränderung der Liquiditätsbedingungen fest. Gold galt historisch gesehen als liquiderer Vermögenswert, doch dies hat sich geändert. Ihren Daten zufolge hat sich die Goldliquidität verschlechtert, während Bitcoin eine größere Marktbreite aufweist.
„Die Kryptoaktivitäten im Iran haben stark zugenommen, was die Bedeutung von Kryptowährungen als sicheren Hafen für Bürger in Ländern unterstreicht, die mit wirtschaftlicher und währungspolitischer Instabilität sowie geopolitischen Spannungen konfrontiert sind“, schlussfolgerten die Analysten.
Zur Erinnerung: Wintermute hatte zuvor mögliche Szenarien für Bitcoin im Kontext des Konflikts zwischen den USA und dem Iran skizziert.
