
Justin Bones, Gründer und CIO von CyberCapital, erklärte, Bitcoin könne innerhalb von 7 bis 11 Jahren zusammenbrechen. Er sieht das Problem in der Architektur des Netzwerks selbst. Der aktuelle Zustand von Bitcoin erzeuge lediglich eine Illusion von Stabilität, während sich in Wirklichkeit fundamentale Risiken weiter anhäufen.
Bones identifizierte das Belohnungsmodell für Miner als Schlüsselfaktor. Nach jeder Halbierung sinkt die Inflation und das Sicherheitsbudget schrumpft. Um das aktuelle Sicherheitsniveau aufrechtzuerhalten, müsste sich der Bitcoin- Preis alle vier Jahre verdoppeln. Laut dem Experten ist dieses Szenario langfristig unrealistisch.
Er betonte, dass das Netzwerk mit sinkenden Einnahmen der Miner angreifbarer wird. Bons rechnet mit einer Zunahme von Angriffen, darunter Transaktionszensur und Doppelausgaben. Der Experte ist überzeugt, dass dies nur eine Frage der Zeit ist. Mit einer sinkenden Hashrate könnte das Vertrauen in Bitcoin sehr schnell untergraben werden.
Bones übte zudem konkrete Kritik an der Projektführung. Er argumentierte, dass der Verzicht auf On-Chain-Mechanismen zu einer besonders problematischen Form der Off-Chain-Kontrolle geführt habe. Entscheidungen seien geheim gehalten worden und es fehle an echter Rechenschaftspflicht. Dadurch sei Bitcoin anfällig für Einflussnahme und Interessenkonflikte geworden.
Bons behauptet, Bitcoin Core habe die Kontrolle über die Netzwerkentwicklung faktisch übernommen. Dies habe zu einer Abkehr von der ursprünglichen Ausrichtung des Projekts geführt. Der Experte nennt eine Reihe falscher Erwartungen und ständig wechselnde Regeln, wodurch die Community jeglichen Einfluss auf die Entwicklung der führenden Kryptowährung verloren habe.
Im Extremfall hält Bones eine Anpassung des Angebotslimits von 21 Millionen BTC für möglich. Er glaubt, dass steigende Inflation als notwendige Maßnahme dargestellt werden könnte. Ein solcher Schritt würde zu einer Kettenspaltung und einem vollständigen Vertrauensverlust führen. Genau dies bezeichnete er als das Endspiel des aktuellen Bitcoin-Modells.
Gleichzeitig betont Bons, dass die Idee der Kryptowährung weiterhin wertvoll ist. Er sieht eine hohe Nachfrage nach originellen Visionen von digitalem Geld. Seiner Ansicht nach werden diese Visionen bereits in anderen Kryptoprojekten umgesetzt.
