Wie kann der Bitcoin-Preis (BTC) 1 Million Dollar erreichen?

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Die Frage „Kann Bitcoin 1 Million Dollar erreichen?“, die schon lange auf dem Kryptowährungsmarkt diskutiert wird, ist wieder aufgetaucht.

Matt Hougan, Chief Investment Officer (CIO) des milliardenschweren Vermögensverwalters Bitwise, sagte, dass ein Bitcoin-Kurs von 1 Million Dollar nicht so unrealistisch sei, wie es scheine, und dass Anleger einen fundamentalen Fehler bei der Einschätzung seines Potenzials begingen.

Laut Hougan gehen viele Anleger bei der Analyse des Bitcoin-Wertes von einem statischen Markt aus. Die präziseste Methode zur Bewertung von Bitcoin besteht jedoch darin, ihn als Wertspeicher zu betrachten und die Größe dieses Marktes sowie den potenziellen Anteil von Bitcoin daran zu berechnen. Hougan argumentiert, dass Bitcoin in dieser Hinsicht ähnlich wie Gold funktioniert: Er bietet die Möglichkeit, Vermögen außerhalb des traditionellen Finanzsystems, aber in digitaler Form, zu speichern.

Hougan behauptet, der globale Markt für Wertspeicher habe derzeit einen Wert von rund 38 Billionen US-Dollar, wovon etwa 36 Billionen US-Dollar auf Gold und 1,4 Billionen US-Dollar auf Bitcoin entfallen. Laut diesen Berechnungen macht Bitcoin aktuell nur etwa 4 % des Gesamtmarktes aus. Angenommen, die Marktgröße bleibt unverändert, müsste Bitcoin mehr als 50 % des Marktes erobern, um die 1-Millionen-Dollar-Marke zu erreichen – eine gewaltige Herausforderung.

Hougan ist jedoch der Ansicht, dass Investoren das signifikante Wachstum dieses Marktes im Laufe der Zeit übersehen. Als beispielsweise 2004 der erste Gold-ETF in den USA aufgelegt wurde, lag der Wert des globalen Goldmarktes bei etwa 2,5 Billionen US-Dollar. Heute hat er rund 40 Billionen US-Dollar erreicht, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von etwa 13 % entspricht. Hougan merkt an, dass Faktoren wie steigende Staatsverschuldung, geopolitische Risiken und eine expansive Geldpolitik dieses Wachstum antreiben, und prognostiziert, dass der Markt für Wertspeicher bei Fortsetzung ähnlicher Trends in den nächsten zehn Jahren ein Volumen von rund 121 Billionen US-Dollar erreichen könnte.

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In diesem Szenario müsste Bitcoin nur 17 % des Marktes erobern, um die 1-Millionen-Dollar-Marke zu erreichen. Laut Hougan ist dieser Prozentsatz angesichts der Entwicklung von Bitcoin in den letzten Jahren kein unerreichbares Ziel.

Hougan stellt fest, dass die institutionelle Akzeptanz von Bitcoin rasant zunimmt. Während Bitcoin-ETFs in den USA vor wenigen Jahren praktisch nicht existierten und die meisten institutionellen Anleger zögerten, Bitcoin in ihre Portfolios aufzunehmen, zählen sie heute zu den am schnellsten wachsenden ETFs der Geschichte. Auch große Investoren wie die Harvard University Endowment und der Staatsfonds von Abu Dhabi investieren bekanntermaßen in Bitcoin. Darüber hinaus hat der Rückgang der langfristigen Volatilität von Bitcoin professionelle Anleger dazu veranlasst, eine Allokation von bis zu 5 % ihrer Portfolios in Bitcoin zu erwägen.

Hougan betont jedoch auch, dass dieses Szenario nicht völlig risikofrei ist. Die Prognose könnte sich verschlechtern, wenn der Markt für Wertspeicher nicht so stark wächst wie in den letzten 20 Jahren oder wenn Bitcoin den erwarteten Marktanteil nicht erreicht. Laut Hougan ist aber auch das gegenteilige Szenario möglich: Mit zunehmenden globalen Schuldenproblemen könnte die Nachfrage nach Wertspeichern sogar noch weiter steigen, und Bitcoin könnte einen größeren Marktanteil als erwartet gewinnen.

*Dies ist keine Anlageberatung.

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