
Ethereum-Schöpfer Vitalik Buterin erläuterte die Notwendigkeit von Privatsphäre im Kryptowährungsbereich, der traditionell durch ein hohes Maß an Transparenz gekennzeichnet ist.
Datenschutz ist bei Kryptowährungen unerlässlich, wenn man über die Benutzeroberfläche Anfragen stellen möchte, ohne seine Zugriffsmuster preiszugeben. Selbst mit einem lokalen KI-Agenten lassen sich beispielsweise viele Informationen über die Aktivitäten einer Person gewinnen, indem man ihre Suchanfragen analysiert, schrieb Vitalik.
Buterin verglich den Schutz der Privatsphäre von Nutzern digitaler Vermögenswerte mit der Erhöhung der Lebenserwartung. Er zog eine Analogie zu Krankheiten, die den Tod beschleunigen, und erklärte, dass die Beseitigung des Risikos von Datenlecks zum Schutz der Mitglieder der Krypto-Community beiträgt, wobei sich die Auswirkungen der Eindämmung jeder einzelnen Bedrohung summieren.
Ein Forscher, der unter dem Pseudonym OxCarlos schreibt, schilderte einen Fall, in dem Daten über Anfragen eines vermögenden Händlers an einen KI-Agenten online veröffentlicht wurden. Durch die Analyse dieser Daten lässt sich der nächste Handel des Investors vorhersagen und gewinnbringend darauf reagieren. Konkret: Wenn ein vermögender Investor kurz davor steht, eine Bitcoin-Kauforder zu erteilen, hätte ein normaler Krypto-Händler die Möglichkeit, durch den Kauf von BTC vor der Order einen Gewinn zu erzielen.
„Datenschutz beschränkt sich nicht nur auf Geldtransfers. Es geht auch um Metadaten, Benutzeroberflächenabfragen, Suchmuster und Blockchain-Aktivitäten. All diese Informationen ermöglichen es, ein Profil [eines Händlers oder Investors] zu erstellen“, kommentierte ein datenschutzbewusster Social-Media-Nutzer mit dem Pseudonym „Privacy is My Default“ Buterins Beitrag.
