
- Mustafa Al-Bassam veröffentlichte Celestia Vision 2.0.
- Er äußerte den Wunsch, im Rahmen der neuen Strategie alle Märkte auf die On-Chain-Plattform umzustellen.
- Das Netzwerk wird in einer solchen Wirtschaft eine Schlüsselrolle spielen.
Celestia-Mitbegründer Mustafa Al-Bassam präsentierte das aktualisierte strategische Konzept des Projekts, Celestia Vision 2.0, dessen Kern die Idee der On-Chain-Migration aller Märkte bildet. Das Dokument konzentriert sich ausschließlich auf die Rolle von Blockchains, Kryptowährungen und künstlicher Intelligenz (KI) bei der Gestaltung einer neuen globalen Marktinfrastruktur.
Laut Al-Bassam besteht Celestias Mission darin, „Blockchain-Produkte zu entwickeln, die es Märkten mit hohem Handelsvolumen ermöglichen, Transaktionen auf der Blockchain abzuwickeln“. Die ultimative Vision ist eine Welt, in der „jeder Markt der Welt auf einer offenen Infrastruktur handelt, mit erlaubnisfreiem Lese- und Schreibzugriff auf jedes Orderbuch“.
Er betonte:
„Celestia ist L1 für kundenspezifische On-Chain-Märkte und bietet Leistung auf Glasfaser-Niveau mit Millisekunden-Latenz.“
Al-Bassam merkte an, dass Celestias ursprüngliche Idee darin bestand, die Einführung eines Rollups so einfach zu gestalten wie die Bereitstellung eines Smart Contracts. Im Laufe der Zeit stellte sich jedoch die zentrale Frage: Wozu dienen all diese Blockchains eigentlich? – und die Antwort lag auf der Hand: Blockchains haben sich speziell für bestimmte Märkte als Produkt-Markt-Fit erwiesen.
Die erste Bestätigung kam von automatisierten Market Makern an der dezentralen Börse (AMM-DEX), gefolgt von Perpetual-Futures-Börsen und Prognosemärkten, die bereits Milliardenumsätze generieren.
Der nächste Schritt besteht darin, ein breiteres Spektrum an Vermögenswerten zu tokenisieren, darunter Aktien, Rohstoffe, Rechenressourcen, Daten und KI-Dienstleistungen.
„Celestia hilft nicht mehr nur bei der Einführung von Blockchains – wir helfen bei der Schaffung von Märkten“, betonte der Mitbegründer des Projekts.
Bandbreite als Schlüsselfaktor
Vision 2.0 stellt den Durchsatz in den Mittelpunkt. Al-Bassam beschreibt die Entwicklung von On-Chain-Märkten von der Ära von 10 KB/s (AMM) über 10 MB/s (On-Chain-Orderbücher) bis hin zum neuen Niveau von 1 GB/s bis 1 Tb/s.
Seiner Meinung nach ist es dieses Niveau, das es ermöglicht, „alle Märkte“ auf die Blockchain zu verlagern, einschließlich der SI-Ökonomie, wo autonome Agenten Mikrozahlungen tätigen und Transaktionen in API-Geschwindigkeit abschließen.
„1 Terabit pro Sekunde entspricht ungefähr einer Transaktion pro Sekunde für jeden Menschen auf der Erde bzw. für jeden Agenten, den er besitzt“, bemerkte er.
SI, autonome Agenten und sozialer Konsens
Al-Bassam prognostiziert, dass ein bedeutender Teil der zukünftigen Wirtschaftstätigkeit zwischen Maschinen stattfinden wird. In einer solchen Welt werden Blockchains zu einer „gemeinsam verifizierbaren Zustandsmaschine“ für SI-Agenten.
Gleichzeitig warnt er vor einem Szenario, in dem Maschinen unkontrollierte Macht erlangen. Daher lehnt Celestia den „Absolutismus von ‚Code ist Gesetz‘“ grundsätzlich ab.
„Der gesellschaftliche Konsens ist die letzte Ebene“, betont er und merkt an, dass die Marktregeln auch in einer Wirtschaft mit Maschinengeschwindigkeit für die Menschen verständlich und kontrollierbar bleiben müssen.
Celestia integriert dieses Prinzip in das Protokoll, indem es den Off-Chain-Konsens zur Voraussetzung für Netzwerkaktualisierungen macht.
Warum Märkte ihre eigenen Netzwerke benötigen
Laut Al-Bassam können Märkte mit hoher Last nicht effektiv wie typische dezentrale Anwendungen (dApps) auf gemeinsam genutzten L1- oder Standard-L2-Netzen funktionieren. Sie erfordern die vollständige Kontrolle über Latenz, Gebühren, Ausführungslogik und das Wirtschaftsmodell.
Celestia bietet eine Alternative: die Einführung souveräner Marktketten, die eine gemeinsam genutzte, redundante Blockchain verwenden. Dies ermöglicht Leistung und Kontrolle ohne den „Aufwand für den Aufbau einer eigenen L1-Blockchain“.
Al-Bassam nannte Beispiele wie Werbeflächenmärkte, Pay-per-Crawling für SI-Modelle, Agenturzahlungen (HTTP 402), tokenisierte Aktien und Güter, Mikrozahlungen für Inhalte, On-Chain-Datenbanken und vollständig autonome Spielökonomien. Die meisten davon, so argumentierte er, seien unter den aktuellen L1- oder Standard-L2-Beschränkungen unmöglich.
TIA -Geschäftsmodell und Token
Die Fokussierung auf umsatzstarke Märkte schafft ein klares Wertschöpfungsmodell für den TIA- Token. Al-Bassam schätzt, dass selbst ein Marktanteil von 3 % an Märkten mit einem Jahresumsatz von 20 Milliarden US-Dollar bis zu 600 Millionen US-Dollar Jahresumsatz für das Protokoll generieren könnte. Er nennt 50 Millionen US-Dollar Jahresumsatz als realistisches mittelfristiges Ziel.
Zur Erinnerung: Celestia startete sein Mainnet am 31. Oktober 2023 und führte gleichzeitig einen Airdrop des TIA- Tokens durch. Das Mainnet ermöglichte es modularen Blockchains, Celestia für Datenverfügbarkeit und Konsensfindung zu nutzen.
Im Juni 2025 betonte Mustafa Al-Bassam ausdrücklich, dass das Projekt trotz der „täglichen absurden Panikmache“ weiter voranschreite. Außerdem seien „die wichtigsten Ingenieure, die ersten Mitarbeiter und die Gründer von Celestia immer noch hier und arbeiten genauso hart wie vor fünf Jahren.“
