
Ant Digital Technologies, die Blockchain-Sparte des chinesischen Mischkonzerns Ant Group, hat die Plattform Anvita vorgestellt. Diese ermöglicht es KI-gesteuerten Agenten, Vermögenswerte zu verwalten, zu handeln und Zahlungen mit minimalem menschlichen Eingriff abzuwickeln. Die Präsentation fand laut CoinDesk auf dem Real Up Summit in Cannes statt.
Das Unternehmen positioniert das Produkt als Infrastruktur für die „Agentenökonomie“ – ein Modell, in dem autonome Softwaresysteme als Teilnehmer an Finanztransaktionen fungieren.
Wie funktioniert Anvita?
Zum Start umfasst die Plattform zwei Kernlösungen:
- Anvita TaaS (Tokenization-as-a-Service) ist ein Tokenisierungsdienst für reale Vermögenswerte für Institutionen, einschließlich Speicher- und Treasury-Management-Tools;
- Anvita Flow ist eine Kollaborationsumgebung für KI-Agenten, in der diese sich registrieren, Aufgaben koordinieren und Zahlungen in Echtzeit durchführen können.
Anvita Flow integriert das von Coinbase und Cloudflare entwickelte x402-Protokoll. Es ermöglicht Stablecoin-Zahlungen via HTTP. Laut Unternehmen können Agenten Mikrotransaktionen unter 0,01 US-Dollar in USDC ohne herkömmliche Abrechnungssysteme abwickeln.
Die Plattform umfasst außerdem einen Agenten-Shop mit Modulen für Datenerfassung, Finanzanalyse und Spiele.
Darüber hinaus können Entwickler ihre eigenen Agenten veröffentlichen. Die Frameworks OpenClaw und Claude Code werden unterstützt.
Zhuoqun Bian, Präsident des Blockchain-Unternehmens Ant Digital Technologies, sagte:
„Reine RWAs sind lediglich die ‚statische Infrastruktur‘ digitaler Vermögenswerte. Die eigentliche Transformation liegt im Übergang zu einer On-Chain-Agentenökonomie, in der autonome Agenten nicht nur Daten analysieren, sondern auch Vermögenswerte besitzen, Transaktionen durchführen und Portfolios optimieren.“
Zur Erinnerung: Im Juni 2025 berichtete Bloomberg, dass die Ant Group plant, Lizenzen zur Ausgabe von Stablecoins in mehreren Jurisdiktionen zu erwerben.
