Iran verbietet Telegram, 50 Millionen Nutzer verwenden VPNs.

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Pavel Durov erklärte, der Versuch der iranischen Behörden, Telegram zu blockieren, sei nach hinten losgegangen und habe zur weitverbreiteten Verbreitung von Werkzeugen zur Umgehung der Zensur geführt.

Der Chef von Telegram merkte an, dass die App im Land vor einigen Jahren verboten wurde, aber weiterhin aktiv genutzt wird. Er fügte hinzu, dass Telegram trotz der Bemühungen der Regierung im Iran über 50 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Nutzer finden Wege, die nationalen Firewalls mithilfe von VPNs und anderen Lösungen zu umgehen.

Die Regierung hatte gehofft, die Bürger würden auf staatlich kontrollierte Überwachungs-Apps umsteigen. Stattdessen wurden VPN-Dienste massenhaft eingesetzt. Laut Durov haben sich den 50 Millionen Mitgliedern des digitalen Widerstands im Iran nun über 50 Millionen weitere in Russland angeschlossen. Tausende Softwareentwickler entwickeln neue Tools, um die staatliche Internetkontrolle zu umgehen.

VPNs leiten den Webverkehr über weltweit verteilte Server und verbergen so die tatsächlichen IP-Adressen und Standorte der Nutzer. Dadurch können Nutzer Zugriffsbeschränkungen für bestimmte Ressourcen umgehen. Durov betonte, dass dezentrale Technologien wie Blockchain, Kryptowährungen und verschlüsselte Messenger-Apps dazu beitragen, staatliche Versuche zur Einführung von Online-Beschränkungen und Überwachungssystemen zu unterbinden.

Nutzer greifen bei Internetausfällen auf Alternativen zurück.

Im Januar 2026 verhängten die iranischen Behörden angesichts zunehmender Proteste und Unruhen eine landesweite Internetsperre. Diese Einschränkung besteht aufgrund des andauernden Konflikts zwischen Israel, den Vereinigten Staaten und dem Iran weiterhin. Trotz der Sperre haben die Einwohner des Landes über Starlink, ein Satellitenkommunikationssystem, Zugang zum Internet.

Zur Kommunikation nutzen sie außerdem die BitChat-App, die per Bluetooth ein Mesh-Netzwerk zwischen den Geräten aufbaut. Jedes Gerät in diesem Netzwerk fungiert als Datenrelaisknoten und ermöglicht so die Nachrichtenübermittlung ohne Internet- oder Satellitenverbindung.

Ein ähnlicher Anstieg der BitChat-Downloads ereignete sich im September 2025 in Nepal, nachdem soziale Medien während Protesten verboten worden waren. Die App wurde innerhalb einer Woche über 48.000 Mal installiert, obwohl die Regierung des Landes später im selben Monat von Demonstranten gestürzt wurde. Auch in Madagaskar wurde während einer Phase politischer Unruhen ein vergleichbarer Anstieg der Downloads verzeichnet.

Meinung der KI

Die Geschichte zeigt, dass der Druck auf Messaging-Apps zur Entwicklung neuer Methoden zur Umgehung der Datenfilterung führt. In Russland drosselt Roskomnadzor seit Februar 2026 die Geschwindigkeit von Telegram, und Versuche, VPN-Umgehungen und die Analyse von ClientHello-Paketen zu blockieren, führten sogar zu Störungen bei Bank-Gateways.

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