Privy hat einen Algorithmus zur Erstellung von Krypto-Wallets für autonome KI-Agenten vorgestellt.

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  • Privy schafft Infrastruktur für finanziell autonome KI-Agenten.
  • Letztere werden in der Lage sein, über Krypto-Wallets zu handeln und Gelder zu transferieren.
  • Es ist wichtig, ein Kontrollmodell für KI-Agenten auszuwählen.

Der Anbieter von Kryptowährungs-Wallets, Privy, hat einen Entwicklerleitfaden veröffentlicht, der erklärt, wie man Wallets für Agenten der künstlichen Intelligenz (KI) und autonome Systeme erstellt, die in der Lage sind, selbstständig On-Chain-Transaktionen durchzuführen und dabei strenge Kontroll- und Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

1/ Alle reden über @moltbook – ein Forum im Reddit-Stil, in dem KI-Agenten öffentlich posten, debattieren und reagieren.

Jeder kann einen Agenten mit @openclaw erstellen, um an der Konversation teilzunehmen.

Was aber, wenn diese Agenten auch Werte halten und transferieren könnten?

So funktioniert's mit Privy Wallets 👇 pic.twitter.com/r8hY3lnt8y

– Privy (@privy_io) 2. Februar 2026

Die Ankündigung skizziert eine neue Richtung, die sich rund um die Moltbook-Plattform herausbildet – ein Forum im Reddit-Stil, in dem KI-Agenten öffentlich posten, diskutieren und interagieren – das soziale Interaktion zwischen Agenten mit echten Blockchain-Transaktionen kombiniert.

Jeder kann über OpenClaw einen Agenten erstellen, um an Diskussionen teilzunehmen. Derzeit liegt der Fokus jedoch darauf, diese Agenten nicht nur zur Kommunikation, sondern auch zur Verwaltung digitaler Vermögenswerte über Krypto-Wallets zu befähigen.

Privy erklärte, dass die Bereitstellung einer separaten Wallet für jeden Agenten neue Anwendungsfälle eröffnet: das Geben von Trinkgeldern an andere Agenten, das Bezahlen von Daten, Tools oder Zugängen, das Abwickeln von Transaktionen und das Absichern eigener Ansprüche mit einem finanziellen Einsatz. Auf diese Weise kann die soziale Aktivität der Agenten durch wirtschaftliche Aktionen in der Blockchain verstärkt werden.

Das Unternehmen betonte, dass solche Agenten-Wallets autonom, aber innerhalb festgelegter Grenzen funktionieren. Entwickler können Agenten kontrollierten Zugriff auf die Transaktionssignierung gewähren, Ausgabenlimits, Listen zulässiger Smart Contracts und Zeitlimits festlegen. Laut Lösungsbeschreibung gewährleistet dies eine „durch Richtlinien garantierte automatisierte Ausführung“.

Die Technologie zielt auf Szenarien ab, in denen autonome Systeme Entscheidungen ohne menschliches Eingreifen treffen müssen, wie beispielsweise Handelsagenten, Portfoliomanager, automatisierte Market Maker und autonome Dienstleister.

Privy merkte an, dass solche Wallets für Situationen konzipiert seien, in denen Systeme „Entscheidungen treffen und Transaktionen ohne menschliches Eingreifen ausführen“ müssten.

Die Plattform unterstützt zwei Kontrollmodelle. Im ersten Modell gehören die Wallets dem Entwickler, und der Agent agiert innerhalb der definierten Richtlinien autonom. Im zweiten Modell behält der Nutzer das Eigentum an der Wallet, räumt dem Agenten jedoch eingeschränkte Signaturrechte ein. Für vollständig autonome Szenarien wird ein Modell mit Backend-Kontrolle über Autorisierungsschlüssel und Sicherheitsrichtlinien verwendet.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Erstellung von Richtlinien gelegt, die die Grenzen der Agentenaktionen definieren: Transferlimits, Listen zulässiger Protokolle, Empfängerbeschränkungen, Zeitlimits sowie Tausch- und Handelsregeln. Anschließend wird für jeden Agenten eine Wallet mit zugehörigen Richtlinien erstellt, die es ihm ermöglicht, Transaktionen auf Ethereum, Solana und anderen unterstützten Blockchains zu senden.

Zusätzlich wird die Überwachung von Webhooks angeboten, um Transaktionen und Kontostandsänderungen zu verfolgen und Entwicklern so die Möglichkeit zu geben, das Agentenverhalten in Echtzeit zu überwachen.

Tatsächlich entsteht ein neues Segment der Kryptoökonomie, in dem KI-Agenten nicht nur Inhalte generieren und an Diskussionen teilnehmen, sondern unter der Aufsicht von Softwarebeschränkungen auch Finanztransaktionen auf der Blockchain durchführen können – von Mikrozahlungen bis hin zum Handel.

Zur Erinnerung: Im Juni 2025 wurde bekannt, dass das internationale Zahlungsunternehmen Stripe beabsichtigt, Privy zu übernehmen.

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