
Laut Geoffrey Kendrick, Leiter der Abteilung für digitale Vermögenswertforschung bei Standard Chartered, könnte Ethereum in diesem Jahr eine ähnliche Rallye wie 2021 erleben und andere Vermögenswerte deutlich übertreffen. Grund dafür sei die zunehmende Akzeptanz von On-Chain-Lösungen für den Kryptomarkt.
Laut seinen Angaben dominiert das Netzwerk der nach Marktkapitalisierung zweitgrößten Kryptowährung den Bereich der Stablecoins, dezentralen Finanzdienstleistungen (DeFi) und realen Vermögenswerte (RWA). Über 50 % aller Stablecoins und RWAs befinden sich bereits im Ethereum-Ökosystem, und dieser Anteil wird weiter steigen.
„Statt der zuvor prognostizierten 12.000 US-Dollar könnte Ethereum bis Ende des Jahres noch 7.500 US-Dollar erreichen. Dies ist auf die schwache Performance von Bitcoin zurückzuführen, die den gesamten Kryptomarkt negativ beeinflusst. Bis 2030 wird Ethereum die 40.000-Dollar-Marke überschreiten“, prognostizierte der Experte.
Die Anzahl der Transaktionen im Ethereum-Netzwerk ist in den letzten Wochen ebenfalls gestiegen, vor allem aufgrund der Aktivitäten mit Stablecoins, die mittlerweile etwa 35–40 % aller Transfers ausmachen. Laut Kendrick hat ein höherer Durchsatz in der Vergangenheit zu einer erhöhten Marktkapitalisierung geführt.
Ein günstigeres regulatorisches Umfeld sowie die Verabschiedung des Clarity Act in den USA im ersten Quartal könnten ebenfalls den Ethereum-Preis steigern und ihm einen Kapitalzufluss von großen Fonds bescheren, schlussfolgerte ein Spezialist von Standard Chartered.
Zuvor hatte Brian Quinlivan, Analyst der On-Chain-Plattform Santiment, erklärt, dass die Stimmung von Investoren und Privatanlegern gegenüber der zweitgrößten Kryptowährung derzeit an das erinnere, was in der Vergangenheit einen Kursanstieg der Währung ausgelöst habe.
