JPMorgan hat Zweifel an Ethereum

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Das jüngste Fusaka-Update hat zu einer erhöhten Aktivität im Ethereum-Netzwerk geführt, doch JPMorgan äußerte laut The Block unter Berufung auf einen Bankbericht Zweifel an den langfristigen Perspektiven der Blockchain.

„Historisch gesehen ist es den aufeinanderfolgenden Ethereum-Upgrades aus einer Reihe von Gründen nicht gelungen, die Aktivität nachhaltig signifikant zu steigern“, stellten die Experten fest.

Laut ihnen ist der erste Faktor die anhaltende Migration von Nutzern vom Ethereum-Mainnet zu Layer-2-Lösungen. Unter Berufung auf Daten von CryptoRank stellten die Analysten fest, dass allein Base derzeit etwa 60–70 % der gesamten Layer-2-Gebühreneinnahmen generiert.

Der Wettbewerb durch alternative Blockchains stellt eine weitere anhaltende Herausforderung dar. JPMorgan merkte an, dass Netzwerke wie Solana durch schnellere und günstigere Transaktionen einen „signifikanten“ Marktanteil erobert und damit Nutzer und Entwickler von der nach Marktkapitalisierung zweitgrößten Kryptowährung abgeworben haben.

Analysten stellten zudem einen Rückgang spekulativer Aktivitäten fest, die zuvor das Interesse an Ethereum stark beflügelt hatten. Im Bullenmarkt 2021/22 sorgte die Nachfrage nach Initial Coin Offerings (ICOs), NFTs und Meme-Coins für ein erhöhtes Transaktionsvolumen. Viele dieser Trends haben sich seither abgeschwächt oder auf andere Protokolle verlagert.

Darüber hinaus ist Kapital, das zuvor hauptsächlich in Ethereum investiert wurde, nun breiter auf spezialisierte Blockchains verteilt. Experten nannten den Übergang von Uniswap zu einer eigenen L2-Blockchain und die Migration von dYdX zu einem unabhängigen Netzwerk als Beispiele.

„Beide Unternehmen haben erfolgreich Liquidität auf ihre Plattformen gelenkt, wodurch sie Einnahmen aus den Protokollen generieren konnten“, fügten die Analysten hinzu.

Der Rückgang der Ethereum-Aktivität führt zu einer Verringerung der Menge an ETH, die durch Gebühren verbrannt wird. Dies wiederum trägt zu einer Erhöhung des im Umlauf befindlichen Angebots der Kryptowährung bei, was sich negativ auf ihren Preis auswirkt, erklärte JPMorgan.

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