Was wird mit dem Preis von Ethereum geschehen?

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Der Ethereum-Kurs startet nach einem extrem negativen Februar in den März. Seit September 2025 schloss der Token sechs Monate in Folge im Minus. Diese Negativserie ist in der Geschichte des Projekts beispiellos. Sollte auch der laufende Monat fallen, wäre dies die längste Abwärtsphase des Tokens.

Obwohl die durchschnittliche Rendite dieser Anlage im März historisch gesehen bei rund 9 % lag, lassen die aktuellen Marktbedingungen Analysten daran zweifeln, dass sich diese Ergebnisse wiederholen werden. Statistiken deuten auf einen anhaltend hohen Verkaufsdruck hin.

Technische Faktoren und Risiken eines Abwärtstrends

Die anhaltenden Verkäufe der letzten Monate spiegeln sich im Wochenchart wider. Seit April 2025 bildet der Ethereum-Kurs ein klassisches Kopf-Schulter-Umkehrmuster aus.

Preisverlauf

Anfang Januar 2026 wurde ein Ausbruch über die Nackenlinie bestätigt, was einen strukturellen Bruch im Trend markierte.

Gemäß den Regeln der technischen Analyse liegt das Kursziel für dieses Chartmuster bei 1.320 US-Dollar. Dies deutet auf einen potenziellen Kursrückgang von 53 % vom Ausbruchspunkt aus hin.

Derzeit hat der Preis den Zielwert noch nicht erreicht, aber die Zahl selbst bleibt relevant.

Die Situation wird durch Signale exponentieller gleitender Durchschnitte (EMAs) zusätzlich verkompliziert. Auf dem Wochenchart bilden sich zwei bärische Kreuzungspunkte. Der 50-Perioden-Durchschnitt nähert sich der 100-Perioden-Linie, und der 20-Perioden-EMA versucht, die 200-Perioden-Linie zu kreuzen. Ein ähnliches Signal aus dem Januar löste eine Korrektur von 46 % aus. Die Bestätigung dieser neuen Kreuzungspunkte wird die Anlegerstimmung daher weiter stärken.

Dynamik institutioneller Kapitalflüsse in börsengehandelten Fonds

Anders als im Bitcoin-ETF-Sektor, wo sich die Abflüsse verlangsamen, verschlechtert sich die Performance von Ethereum-basierten Fonds. Im Februar beliefen sich die Nettoabflüsse auf 369,87 Millionen US-Dollar und überstiegen damit die 353,20 Millionen US-Dollar im Januar. Die kurzfristigen Hoffnungen auf eine Stabilisierung im Dezember haben sich somit nicht erfüllt.

Der negative Trend hält nun schon vier Monate in Folge an. Der letzte Netto-Kapitalzufluss wurde im Oktober 2025 verzeichnet, als 569,92 Millionen US-Dollar in die Fonds flossen.

Für den Kurs des Vermögenswerts deutet dies auf mangelnde institutionelle Unterstützung Anfang März hin. Kapital, das den Kurs zuvor über börsengehandelte Instrumente gestützt hatte, fließt weiterhin aus dem Markt ab. Im Gegensatz zur führenden Kryptowährung verlangsamt sich die Abflussrate jedoch nicht.

Langfristige Anlegeraktivität und Preisniveau-Prognose

Trotz des allgemeinen Pessimismus zeigen die On-Chain-Metriken ungewöhnlich hohe Aktivitäten großer Investoren. Wallets, die Vermögenswerte seit mehr als 155 Tagen halten, haben ihr Kaufvolumen deutlich erhöht. Vom 21. Februar bis zum 1. März stieg die Nettoposition dieser Gruppe um 3.500 %.

Experten mahnen jedoch zur Vorsicht bei der Interpretation dieser Zahlen. Es ist möglich, dass Anleger lediglich ihre Positionen nachkaufen. Ein erheblicher Teil der Kapitalerhöhungen erfolgte im Bereich von 2.340 bis 3.350 US-Dollar. Daher könnten die aktuellen Käufe eher ein Versuch zur Verlustminimierung als ein Signal für ein zuversichtliches Wachstum sein.

Der lokale Optimismus wird durch den 12-Stunden-Chart gestützt. Seit Mitte Februar ist eine positive Divergenz im Relative-Stärke-Index (RSI) zu beobachten. Der Kurs erreichte ein neues Tief, während der Momentum-Indikator einen höheren Wert anzeigte. Dies führte zu einer Erholung von 11,7 %.

Diese Kursbewegung bildet eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Der Widerstand liegt im Bereich von 2.160 bis 2.180 US-Dollar. Ein Schlusskurs über diesem Niveau würde den Weg für einen Kursanstieg von 19 % mit einem Kursziel von 2.590 US-Dollar ebnen. Weitere Widerstandsniveaus liegen bei 2.050 und 2.400 US-Dollar.

Das negative Szenario rückt in den Vordergrund, wenn der Kurs unter 1.830 US-Dollar fällt. Ein Kursrückgang unter 1.790 US-Dollar schließt eine lokale Erholung gänzlich aus. In diesem Fall wird der Wochenchart mit einem Kursziel von 1.320 US-Dollar wieder ausschlaggebend sein. Das wahrscheinlichste Szenario für März bleibt ein Wachstumsversuch, gefolgt von erneutem Verkaufsdruck im Rahmen des globalen Bärenmarktes.

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