
Ein Analyst der On-Chain-Plattform CryptoQuant erklärte, Bitcoin könnte eine Phase der „großen Langeweile“ bevorstehen. Er glaubt, dass die führende Kryptowährung aufgrund eines schwachen Zuflusses von neuem Kapital in den Markt für lange Zeit im Bereich von 60.000 bis 80.000 US-Dollar verharren könnte.
Der Experte merkte an, dass institutionelle Anleger weiterhin an ihren Positionen festhalten, sodass sich die Erholung des Wechselkurses bis Ende 2026 oder sogar Anfang 2027 hinziehen könnte.
„Die größte Sorge bereitet derzeit das Verhalten von Anlegern, die Bitcoin seit sechs bis zwölf Monaten halten. Ihr durchschnittlicher Einstiegspreis liegt bei rund 100.000 US-Dollar – deutlich höher als das aktuelle Niveau. Diese Marktteilnehmer erleiden momentan unrealisierte Verluste. Solange ihre Kurskurven steigen, stellen sie ein erhebliches Wachstumshemmnis dar“, erklärte der Analyst.
Laut seinen Angaben ist die strukturelle Unterstützung durch diese Gruppe von Inhabern weiterhin schwach. Dies macht den Bitcoin-Kurs anfällig, bis langfristige Investoren wieder eine prominentere Rolle in der Marktstruktur einnehmen.
Der Experte wies zudem auf die Möglichkeit eines starken Kursverfalls der führenden Kryptowährung hin, der eine Kettenreaktion von Liquidationen auslösen könnte. In einem solchen Szenario könnte der Markt das in Bitcoin auf Höchstständen investierte Kapital schnell abziehen.
Er schätzt, dass eine solche Korrektur ein schneller, wenn auch schmerzhafter Weg sein könnte, einen stabileren Preisboden zu bilden, und dass sie etwa ein bis zwei Monate dauern würde.
Analysten von Binance Research hatten zuvor angedeutet, dass die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen am 3. November ein Katalysator für eine Erholung von Bitcoin und des gesamten Kryptomarktes sein könnten.
