
Das japanische Unternehmen Metaplanet, einer der größten Bitcoin-Inhaber, meldete einen jährlichen nicht realisierten Verlust von 102,2 Milliarden Yen (ca. 664 Millionen US-Dollar). Dies ist etwas besser als die eigene Prognose. Grund für den Verlust war die Überbewertung der Bitcoin-Bestände.
Die Geschäftsergebnisse des japanischen Unternehmens zeigten ein explosionsartiges Wachstum: Der Umsatz stieg um 738 % auf 8,9 Milliarden Yen (57,9 Millionen US-Dollar), während der Nettogewinn um 1.694 % auf 6,3 Milliarden Yen (40,9 Millionen US-Dollar) in die Höhe schnellte. Haupttreiber des Umsatzwachstums waren laut Finanzbericht die Einnahmen aus dem Handel mit Bitcoin-Optionen.
Ein Unternehmen, das nach dem „Bitcoin-Treasury“-Modell arbeitet (und Kryptowährungen als langfristige Anlage hält), möchte aktiv mit Bitcoin-Derivaten handeln. Metaplanet erwartet für 2026 einen Umsatz von 103 Millionen US-Dollar und einen operativen Gewinn von rund 73 Millionen US-Dollar.

Anfang 2026 belief sich das Portfolio des Unternehmens auf 35.102 BTC – mehr als das 19-Fache des Vorjahreswertes (1.762 BTC). Metaplanet belegt damit weltweit den vierten Platz unter den börsennotierten Unternehmen hinsichtlich ihrer Kryptowährungsreserven. Die gesamten Bitcoin-Investitionen von Metaplanet erreichten 527,2 Milliarden Yen (3,43 Milliarden US-Dollar).
Das US-amerikanische Unternehmen Strategy ist der führende börsennotierte Bitcoin-Betreiber. Es hält derzeit 714.644 BTC mit geschätzten Reserven von 49 Milliarden US-Dollar.
Mitte 2025 erklärte Simon Gerovich, CEO von Metaplanet, dass sein Unternehmen so viel Bitcoin wie möglich anhäufen wolle, um diese Mittel dann zum Kauf anderer gewinnbringender Unternehmen zu verwenden.
Zuvor hatte die amerikanische Kryptowährungsbörse Coinbase für das letzte Quartal des vergangenen Jahres einen Nettoverlust von 667 Millionen US-Dollar gemeldet. Angesichts des Rückgangs am Kryptowährungsmarkt beendete dieser Verlust eine Serie von acht Quartalen mit Gewinn; zuletzt hatte das Unternehmen im dritten Quartal 2023 einen Verlust verbucht.
