
Laut Glassnode-Analysten erholt sich der Kryptomarkt allmählich vom massiven Einbruch im Oktober und wird dabei widerstandsfähiger und disziplinierter.
Die Bereinigung des Kryptomarktes hat den Spekulationsdruck verringert und Anleger gezwungen, ihre Risikobereitschaft zu überdenken. Experten gehen davon aus, dass Händler noch nicht bereit sind, ihre Positionen aktiv auszubauen, und stattdessen eine abwartende Haltung bevorzugen.
Bitcoin behauptete seine Position als führendes Anlagegut mit einem Marktanteil von rund 59 %, während das Interesse an Kryptowährungen mit geringerer Marktkapitalisierung merklich nachließ. Dieses Ungleichgewicht deutet laut Analysten auf eine Verlagerung der Nachfrage hin zu zuverlässigeren und liquideren Instrumenten angesichts der allgemeinen Unsicherheit hin.
Die Experten von Glassnode vermuten, dass die Bitcoin-Halteaktivität leicht zugenommen hat. Dies könnte eher auf eine Umverteilung der Coins und ein bewussteres Portfoliomanagement hindeuten als auf einen Zufluss spekulativen Kapitals. Sie sehen zudem, dass Anleger sich von aggressiven, risikoreichen Strategien abwenden, was ein weiteres Zeichen für die Erholung des Kryptomarktes ist und die Wahrscheinlichkeit starker Preisschwankungen bei den wichtigsten Coins verringert.
Analysten gehen davon aus, dass diese Transformation den Kryptomarkt widerstandsfähiger macht. Zwar hat er die Phase des explosiven Wachstums und der Massenbegeisterung noch nicht wieder erreicht, doch die Experten von Glassnode hoffen, dass dieser Mangel an Hype in Zukunft zu einem gesünderen und nachhaltigeren Aufwärtstrend beitragen könnte.
Zuvor hatten Experten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) erklärt, dass das Interesse großer Unternehmen an Kryptowährungen den „Punkt ohne Wiederkehr“ überschritten habe. Diese Akteure des Kryptomarktes sind von Experimenten zur weitverbreiteten Nutzung digitaler Vermögenswerte in Geschäftsprozessen übergegangen.
