
Laut Analysten der On-Chain-Plattform CryptoQuant haben sich auf dem Kryptowährungsmarkt Bedingungen herausgebildet, die für eine „endgültige Kapitulation“ charakteristisch sind.
Analysten zufolge ist der Indikator, der anzeigt, ob die transferierten Coins mit Gewinn oder Verlust verkauft werden, unter eins gefallen (Verhältnis von ausgegebenem Umsatz zu Gewinn), was bedeutet, dass selbst langfristige Investoren begonnen haben, Krypto-Assets mit Verlust zu verkaufen.

Da die Gruppe der langfristigen Anleger als am wenigsten empfindlich gegenüber kurzfristigen Schwankungen gilt, könnte ein solches Verhalten auf eine Kapitulation hindeuten – ein Stadium, in dem die meisten kurzfristig orientierten Marktteilnehmer entweder ihre Verluste realisiert oder ihre Positionen aufgelöst haben, was den Druck weiter erhöht, erklärte CryptoQuant.
In früheren Zyklen fielen solche Bedingungen mit Phasen der Verkaufserschöpfung und Preisbodenbildung zusammen. Experten gehen davon aus, dass eine mögliche Trendwende eine Rückkehr des Bitcoin-Kurses in einen Bereich über 85.000–86.000 US-Dollar signalisieren würde, wobei sich der SOPR-Indikator gleichzeitig über eins konsolidieren müsste.
Selbst bei einer Erholung des Indikators erwarten Analysten keine schnelle Trendwende: In solchen Phasen durchläuft der Markt typischerweise eine Akkumulationsphase mit erhöhter Volatilität der Vermögenswerte und abwechselnden kurzfristigen Wachstums- und Korrekturphasen. Laut CryptoQuant kann der Aufwärtstrend nur durch einen nachhaltigen Kapitalzufluss und eine gesteigerte Nachfrage neuer Marktteilnehmer gefestigt werden.
Zuvor hatte David Grider, ein Topmanager der Investmentgesellschaft Finality Capital, erklärt, dass der Kryptomarkt in diesem Jahr einen Neustart erleben könnte, der in der Bildung eines langen Aufwärtszyklus gipfeln würde.
