
In weniger als sechs Wochen wuchs der globale Markt für tokenisierte Güter um 53 % und überstieg 6,1 Milliarden US-Dollar. Dies ist das am schnellsten wachsende Segment des Marktes für die Tokenisierung realer Vermögenswerte. Haupttreiber dieses Wachstums ist die Migration von Gold auf die Blockchain.
Anfang 2026 wurde der Markt für tokenisierte Güter laut Analysen der Plattform Token Terminal auf etwas über 4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bis Ende Februar stieg das Volumen um rund 2 Milliarden US-Dollar. Im Jahresvergleich wuchs der Markt für tokenisierte Güter um 360 %. Darüber hinaus übertrifft die Wachstumsrate seit Jahresbeginn deutlich andere Segmente des Tokenisierungsmarktes: Tokenisierte Aktien legten um 42 % zu, während tokenisierte Fondsanteile nur um 3,6 % wuchsen.
Aktuell beträgt die Marktkapitalisierung tokenisierter Rohstoffe etwas mehr als ein Drittel des Marktes tokenisierter Fonds, der einen Wert von 17,2 Milliarden US-Dollar aufweist. Im Vergleich dazu ist die Marktkapitalisierung tokenisierter Aktien deutlich geringer – sie liegt bei lediglich 538 Millionen US-Dollar.

Gold-Assets machen den Löwenanteil des tokenisierten Rohstoffmarktes aus. Tether Gold (XAUt) trug mit einem Anstieg der Marktkapitalisierung um 51,6 % im letzten Monat auf 3,6 Milliarden US-Dollar den größten Teil dazu bei. Der PAX Gold (PAXG)-Token von Paxos legte um 33,2 % auf 2,3 Milliarden US-Dollar zu.
Der Anstieg des Handelsvolumens mit tokenisiertem Gold fiel mit einem starken Anstieg des Spotpreises des teuersten Edelmetalls der Welt zusammen. Im vergangenen Jahr stieg der Preis um mehr als 80 % und erreichte am 29. Januar ein Allzeithoch von 5.600 US-Dollar pro Feinunze. Nach einer Korrektur fiel der Preis anschließend auf 4.700 US-Dollar. Am Morgen des Mittwochs, dem 11. Februar, notierte Gold bei 5.080 US-Dollar.
Bitcoin, der sich aktuell in einem Abwärtstrend befindet, wird Gold laut Analysten von JPMorgan erst langfristig in puncto Attraktivität für Anleger überholen. Die Marktkontraktion schaffe die Voraussetzungen für ein Preiswachstum des Vermögenswerts, dessen Volatilität auf Rekordniveau gesunken sei, so die Bankexperten.
