
Der CEO der Praetorian Group International (PGI), Ramil Ventura Palafox, wurde wegen der Organisation eines Schneeballsystems, das weltweit über 90.000 Anleger betrog, zu 20 Jahren Haft verurteilt. Der Gesamtschaden wird auf 62,7 Millionen US-Dollar geschätzt.
Ein 60-jähriger US-amerikanischer Staatsbürger philippinischer Herkunft fungierte als CEO, Vorsitzender und Hauptförderer von PGI. Von Dezember 2019 bis Oktober 2021 warb Palafox aktiv um Investoren für das Projekt und behauptete, sein Unternehmen biete Bitcoin-Handel mit hohem Volumen und garantiere tägliche Renditen von 0,5 % bis 3 %. Ermittler stellten jedoch fest, dass PGI nicht in einem Umfang handelte, der die angegebenen Renditen rechtfertigte. Stattdessen nutzte der Geschäftsführer die Gelder neuer Investoren, um bereits bestehenden Investoren die versprochenen Beträge auszuzahlen.
Innerhalb von zwei Jahren investierten Anleger über 201 Millionen US-Dollar in PGI. Darunter befanden sich mindestens 30,3 Millionen US-Dollar in bar sowie 8.198 Bitcoins, die damals einen Wert von etwa 171,5 Millionen US-Dollar hatten. Palafox betrieb die Website und das Online-Portal von PGI und präsentierte dort einen stetigen Anstieg der Anlegererträge. Dies täuschte die Anleger, die laut Gerichtsakten davon überzeugt waren, dass ihre Einkünfte stiegen und ihre Konten sicher seien.
Laut Anklageschrift verwendete Palafox einen erheblichen Teil des Vermögens für einen verschwenderischen Lebensstil. Rund 3 Millionen US-Dollar flossen in den Kauf von 20 Luxusautos. Weitere 329.000 US-Dollar investierte er in luxuriöse Hotel-Penthäuser. Mehr als 6 Millionen US-Dollar wurden in vier Häuser in Las Vegas und Los Angeles angelegt. Weitere 3 Millionen US-Dollar gab er für Designerkleidung, Uhren, Schmuck und Einrichtungsgegenstände von Gucci, Cartier, Rolex und Hermès aus. Palafox überwies außerdem mindestens 800.000 US-Dollar und 100 Bitcoins (damals umgerechnet 3,3 Millionen US-Dollar) an ein Familienmitglied.
Im vergangenen September bekannte sich Palafox der Anklage wegen Betrugs und Geldwäsche schuldig und wurde zur Zahlung von 62,7 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt.
Zuvor war der frühere SafeMoon-CEO Braden John Karony wegen Betrugs im Zusammenhang mit den Token des Unternehmens zu einer 100-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden.
