
Laut Ki Young Ju, Gründer der Analyseplattform CryptoQuant, sind derzeit etwa 6,89 Millionen Bitcoins anfällig für Quantenangriffe. Darunter befinden sich etwa 1 Million BTC, die mit dem Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto in Verbindung stehen.
Laut Ki Young Ju befindet sich der Großteil der gefährdeten Bitcoins in riskanten Umgebungen. 1,91 Millionen BTC sind auf alten P2PK-Adressen gespeichert, deren öffentliche Schlüssel in der Blockchain sichtbar sind. Weitere 4,98 Millionen BTC könnten laut dem Entwickler von CryptoQuant durch vergangene Transaktionen offengelegt worden sein.
„Münzen, die heute völlig sicher erscheinen, könnten morgen von einem Kriminellen gestohlen werden“, warnte Zhu.
Der Analyst ist besonders besorgt über die Menge an „ruhenden Bitcoins“. Rund 3,4 Millionen Coins, darunter auch jene, die mit Nakamotos Wallet verknüpft sind, wurden seit über einem Jahrzehnt nicht mehr bewegt. Bei den aktuellen Kursen entspricht das Hunderten von Milliarden Dollar, die auf Adressen gespeichert sind, die in Zukunft von Quantencomputern gehackt werden könnten, erklärte der Geschäftsmann.
Er hält zwei Szenarien für möglich: Entweder aktualisiert Bitcoin das Protokoll und friert anfällige Coins ein, oder Quantenangreifer stehlen die Gelder.

Die größte Schwierigkeit besteht laut Analysten darin, die Zustimmung der Bitcoin-Community zum Einfrieren von Coins zu erhalten, da dies einem der Grundprinzipien der ersten Kryptowährung – der Unveränderlichkeit – direkt widerspricht. Ju erinnerte daran, dass beispielsweise die Diskussion um die Erhöhung der Blockgröße über drei Jahre dauerte und letztendlich zu Hard Forks führte. Laut Ki Young Ju wird die Idee, „ruhende Coins“ einzufrieren, auf noch größeren Widerstand stoßen. Der Analyst ist jedoch überzeugt: Das Ergebnis für diese Coins wird höchstwahrscheinlich dasselbe sein: Sie werden für ihre aktuellen Besitzer unzugänglich.
Zuvor hatte Christopher Bendiksen, Leiter der Bitcoin-Forschung bei CoinShares, erklärt, dass 10.200 BTC in veralteten Adressen durch Quantencomputer ernsthaft bedroht seien.
