
Laut Analysten von CryptoQuant haben sich die Spot-Handelsvolumina für Kryptowährungen an den großen Börsen halbiert, von rund 2 Billionen US-Dollar im Oktober auf 1 Billion US-Dollar Ende Januar. Die Experten führen diesen Rückgang auf eine schwächere Nachfrage und ein nachlassendes Interesse der Anleger zurück.
Experten führten Binance als Beispiel an. Das Bitcoin-Handelsvolumen auf der größten Plattform sank von 200 Milliarden US-Dollar im Oktober auf 104 Milliarden US-Dollar. Experten verglichen das aktuelle Handelsvolumen mit dem von Anfang 2024.
Neben sinkenden Handelsvolumina sehen Vertreter von CryptoQuant den Markt auch unter Druck aufgrund reduzierter Liquidität. Dieser Druck spiegelt sich im Abfluss von Stablecoins von den Börsen und einem Rückgang der Marktkapitalisierung dieser Token um etwa 10 Milliarden US-Dollar wider. Die Korrektur ist größtenteils auf die massive Liquidation von Positionen am 10. Oktober zurückzuführen, beklagen Kryptoanalysten.
Bitcoin hat seit seinem Höchststand im Oktober 37,5 % an Wert verloren und notierte am Dienstag, dem 3. Februar, bei 78.809 US-Dollar.
Joao Wedson, Gründer und CEO des Analyseunternehmens Alpharactal, glaubt, dass der Bitcoin-Kurs seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht hat. Angesichts der geringen Liquidität im Jahr 2026 gibt es zwei Bedingungen, unter denen Bitcoin seinen minimal möglichen Preis erreichen kann. Erstens müssen kurzfristige Anleger (STH) Verluste erleiden, was bereits der Fall ist. Zweitens müssen langfristige Anleger (LTH) Verluste erleiden, was bisher noch nicht der Fall ist.
Vedson erklärte, dass ein Abwärtstrend endet, sobald der realisierte Preis von STH unter den realisierten Preis von LTH fällt. Ein Aufwärtstrend hingegen beginnt, sobald der Preis von STH wieder über den von LTH steigt. Aktuell liegt der realisierte Preis von STH weiterhin über dem von LTH. Der Experte befürchtet, dass Bitcoin in einen dauerhaften Abwärtstrend eintreten könnte, sollte der Preis unter die Unterstützungsmarke von 74.000 US-Dollar fallen.
Innerhalb einer Woche wurden 1,7 Milliarden US-Dollar aus Kryptowährungs-ETFs abgezogen. Dies ist der zweite aufeinanderfolgende Zeitraum mit Kapitalabflüssen innerhalb von sieben Tagen, wie CoinShares bereits berechnet hat. Grund dafür ist die sich verändernde Anlegerstimmung.
