
Laut David Grider, einem leitenden Manager der Investmentfirma Finality Capital, könnte der Kryptomarkt in diesem Jahr einen mehrstufigen Neustart durchlaufen, der in einem anhaltenden Aufwärtszyklus gipfeln würde.
Er schätzt ein, dass es verfrüht ist, die aktuelle Korrektur als kritisch einzustufen. Digitale Vermögenswerte reagieren traditionell als erste auf sich verschlechternde makroökonomische Bedingungen und sinkende Aktienindizes, daher entspricht das Geschehen der typischen Marktdynamik.
Grider merkte an, dass die Branche gleichzeitig von mehreren Faktoren beeinflusst wird: einer globalen Liquiditätsverknappung, einem Abfluss von Geldern aus börsengehandelten Fonds und Spannungen im Kredit- und Bankensektor. Diese Prozesse erhöhen die Volatilität und den Preisdruck, bewegen sich aber weiterhin im Rahmen zyklischer Schwankungen.
„Historisch gesehen verlaufen Kryptozyklen selten linear, und die aktuelle Phase dürfte keine Ausnahme darstellen. Sollten sich die gegenwärtigen Trends fortsetzen, wird es 2026 wahrscheinlich eher einen mehrstufigen Neustart als eine schnelle Erholung geben“, erklärte er.
Seinen Angaben zufolge verläuft die Quartalsdynamik typisch: Zu Jahresbeginn werden lokale Tiefststände getestet, und der Verkaufsdruck steigt im Zuge der Auflösung von Margin-Positionen. Mit der Stabilisierung des Marktes ist eine vorübergehende Erholung möglich.
Grider räumte ein, dass Bitcoin bei einer Normalisierung der Lage die 100.000-Dollar-Marke wieder erreichen und bis Ende 2026 sogar übertreffen könnte. Negative Szenarien bestünden jedoch weiterhin, da auf starke Kursrückgänge am Kryptomarkt in der Vergangenheit stets längere Wachstumsphasen gefolgt seien.
Zuvor hatte Geoffrey Kendrick, Leiter der Abteilung für digitale Vermögenswertforschung bei Standard Chartered, erklärt, dass ein neuer nachhaltiger Aufwärtstrend möglicherweise erst im Jahr 2027 beginnen werde.
