
Der jüngste Kursverfall der weltweit führenden Kryptowährung hat bei Großinvestoren keine Panik ausgelöst. Sie investieren weiterhin in Bitcoin, allerdings eher zurückhaltend, so Experten des europäischen Vermögensverwalters CoinShares.
Analysten berichteten, dass lediglich einige Investmentfirmen und Hedgefonds ihre Bitcoin-Positionen leicht reduziert hätten. Sie fügten hinzu, dass der Anteil großer Investoren, die die weltweit erste Kryptowährung erwarben, weiter gestiegen sei.
Ein erheblicher Teil der im letzten Quartal des vergangenen Jahres verzeichneten Verkäufe dürfte laut CoinShares-Experten eher auf Gewinnmitnahmen langfristiger Anleger als auf einen Massenausstieg großer Marktteilnehmer zurückzuführen sein. Analysten stellten fest, dass der Kryptomarkt einem bestimmten Muster folgt: In Bärenmärkten verlagert sich das Vermögen allmählich von kurzfristig orientierten Spekulanten hin zu Investoren mit einer langfristigen Anlagestrategie.
Das Aufkommen von Bitcoin-basierten börsengehandelten Fonds (ETFs) bietet die erste Möglichkeit zu beobachten, ob eine ähnliche Umverteilung von Kapital auch unter den Unternehmensmarktteilnehmern stattfindet.
Gleichzeitig bemängeln Experten die weiterhin begrenzte Datenbasis. Für fundiertere Schlussfolgerungen müssen die neuen Quartalsberichte von Investmentgesellschaften und Fonds abgewartet werden, die deutlichere Marktschwankungen, darunter den Bitcoin-Kursrückgang auf rund 60.000 US-Dollar, berücksichtigen. Diese Daten ermöglichen eine genauere Beurteilung des Verhaltens institutioneller Anleger in einem hochvolatilen Umfeld, erklärten Vertreter von CoinShares.
Zuvor hatte Jan van Eck, CEO der Investmentfirma VanEck, erklärt, dass der Preis von Bitcoin nahe an den Tiefstständen des aktuellen Zyklus liege und der Abwärtstrend bis Ende des Jahres zu Ende gehen könnte.
