Die Experten von CertiK bewerten den durch Krypto-Geldautomatenbetrug verursachten Schaden.

Эксперты CertiK оценили ущерб от мошенничества с криптоматами

Im Jahr 2025 beliefen sich die Verluste durch Betrug an Krypto-Geldautomaten in den Vereinigten Staaten auf 333 Millionen US-Dollar. Einer der Gründe für diesen Anstieg der Kriminalität ist laut Experten des Blockchain-Sicherheitsunternehmens CertiK der Einsatz von KI-basierten Deepfake-Technologien durch Kriminelle.

Laut der Studie nutzen kriminelle Gruppen Krypto-Geldautomaten aktiv, da diese schnell sind und relative Anonymität bieten. Mit diesen Geräten lässt sich Bargeld in weniger als fünf Minuten in Kryptowährung umwandeln, und oft ist nur eine minimale Identitätsprüfung erforderlich. Dadurch eignen sie sich hervorragend, um illegal erworbene Gelder abzuheben.

„Von Januar bis November 2025 gingen beim Federal Bureau of Investigation (FBI) über 12.000 Anzeigen im Zusammenhang mit Betrug an Kryptowährungsautomaten ein. Dies entspricht einem Anstieg von 33 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gesamtschaden für die Opfer solcher Betrugsmaschen in den Vereinigten Staaten belief sich auf 333 Millionen US-Dollar“, so die Autoren des Berichts.

Die Vereinigten Staaten sind nach wie vor der größte Markt für Krypto-Geldautomaten und beherbergen etwa 78 % der weltweit rund 45.000 Terminals. Statistiken zeigen einen stetigen Anstieg solcher Straftaten:

  • 2022 – Verluste in Höhe von etwa 78 Millionen US-Dollar;

  • 2023 – ungefähr 114 Millionen US-Dollar;

  • 2024 – etwa 250 Millionen Dollar.

Somit hat sich das Gesamtschadensvolumen innerhalb von drei Jahren mehr als vervierfacht, was auf einen rasanten Anstieg der kriminellen Aktivitäten in diesem Segment hindeutet.

Ältere Menschen bleiben die am stärksten gefährdete Gruppe – rund 86 % der Verluste betreffen Opfer über 60. Experten führen dies auf eine Kombination von Faktoren zurück: Ersparnisse, geringe Kenntnisse über Kryptowährungen und soziale Isolation. Gleichzeitig zielen Betrüger zunehmend auf jüngere Zielgruppen ab und nutzen dabei Anlage- und Liebesbetrugsmaschen.

Anders als bei Phishing- oder Krypto-Wallet-Angriffen basieren Betrugsmaschen mit Krypto-Geldautomaten fast ausschließlich auf Social Engineering. Betrüger verleiten ihre Opfer dazu, Bargeld abzuheben und es am Automaten in Kryptowährung umzutauschen. Die Blockchain speichert jedoch lediglich die Geldtransfers zwischen Adressen, nicht aber die Identität des Absenders. Dies erschwert die Ermittlungen erheblich, da kein Zugriff auf die Daten der Automatenbetreiber besteht.

Der Einsatz künstlicher Intelligenz ist besonders alarmierend. CertiK schätzt, dass KI-basierte Betrugsmaschen etwa 4,5-mal profitabler sind als herkömmliche Methoden. Dazu gehören realistische Deepfakes und personalisierte Betrugsversuche, bei denen Angreifer Informationen aus sozialen Medien sammeln und Stimme, Aussehen oder Kommunikationsstil von Bekannten des Opfers imitieren.

Analysten stellen fest, dass sich dadurch die Struktur des kriminellen Marktes verändert hat: Anstelle einzelner Betrüger agieren zunehmend transnationale kriminelle Gruppen, was es den Strafverfolgungsbehörden deutlich erschwert, diese zu bekämpfen.

Zuvor hatten Spezialisten von BleepingComputer über ein System berichtet, bei dem Bitcoin-Adressen unter dem Deckmantel „profitabler Arbitrage“ mit Kryptowährungen heimlich gefälscht wurden.

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