
Die in Singapur ansässige Kryptobörse Crypto.com hat ihre Belegschaft um etwa 12 % reduziert und begründet dies mit der Automatisierung von Arbeitsprozessen mithilfe künstlicher Intelligenz.
Crypto.com-CEO Kris Marszalek erklärte, die Entlassungen seien angesichts der zunehmenden Automatisierung in der Branche für das Überleben des Unternehmens notwendig. Er versprach den betroffenen Mitarbeitern Abfindungen. Marszalek nannte keine Details zu den betroffenen Abteilungen und Positionen.
„Wir gehören nun zu den Unternehmen, die KI in ihre Geschäftsprozesse integrieren. Unternehmen, die KI nicht umgehend einsetzen, werden scheitern. Unternehmen, die zu langsam handeln, werden abgehängt. Unternehmen, die sofort aktiv werden und KI mit hochqualifizierten Fachkräften kombinieren, werden eine beispiellose Effizienz erreichen. Genau das sollten wir anstreben“, schrieb Marszalek.
Im Jahr 2022 entließ Crypto.com rund 260 Mitarbeiter, was etwa 5 % der damaligen Belegschaft entsprach. Im Jahr 2023 reduzierte die Kryptobörse ihre Belegschaft erneut, diesmal um 20 %.
Die Algorand Foundation kündigte kürzlich einen Personalabbau von 25 % aufgrund des „unsicheren wirtschaftlichen Umfelds“ und des anhaltenden Abwärtstrends am Kryptowährungsmarkt an. Ende Februar entließ Jack Dorseys Fintech-Unternehmen Block 40 % seiner Belegschaft – rund 4.000 der 10.000 Mitarbeiter.
Anfang Februar kündigte die von den Brüdern Tyler und Cameron Winklevoss gegründete amerikanische Kryptobörse Gemini ihren Rückzug vom EU-, britischen und australischen Markt an. Die Börse reduzierte zudem ihre Belegschaft um 25 %.
