
Russische Stromnetzbetreiber sollten laut dem Energieausschuss der Staatsduma dauerhaften Zugang zum staatlichen Register der Miner erhalten. Dieser Zugang würde eine schnellere Aufdeckung illegalen Kryptowährungs-Minings ermöglichen, erklärte Nikolai Schulginow, Vorsitzender des Ausschusses.
Laut Shulginov erfordert ein Verbot des Bergbaus in den russischen Regionen einen „ausgewogenen Ansatz“. Ein schnelleres Aufspüren illegaler Bergleute würde dazu beitragen, die Belastung des Stromnetzes zu verringern – doch derzeit, so bedauerte der Abgeordnete, haben die Energieversorger nicht einmal Zugriff auf das Bergmannsregister.
Das Register für Miner und Betreiber von Mining-Infrastruktur in Russland nahm am 1. November 2024 seinen Betrieb auf. Juristische Personen und Einzelunternehmer, die Kryptowährungen minen, sowie Dienstleister für Miner müssen sich registrieren. Privatpersonen dürfen ohne Registrierung minen, sofern ihr Verbrauch 6.000 kWh pro Monat nicht übersteigt.
Rosseti-Chef Andrey Ryumin hatte zuvor angekündigt, dass das staatliche Netzmonopol gemeinsam mit Mobilfunkbetreibern an einem Mechanismus zur Aufdeckung illegaler Mining-Farmen arbeitet. Die Methode basiert auf der Überwachung des Datenverkehrs. MTS und Rostelecom sind an dem Projekt beteiligt.
Im Nordkaukasus, wo das Mining von Kryptowährungen vollständig verboten ist, haben die Behörden eine Task Force zur Suche nach illegalen Minern eingerichtet, an der Internetanbieter, Stromnetzbetreiber und Sicherheitskräfte beteiligt sind.
Laut Shulginov verursachen illegale Krypto-Miner der russischen Wirtschaft jährlich einen Schaden von 20 Milliarden Rubel. Die Staatsduma berät derzeit über einen Gesetzentwurf, der Geldstrafen für illegales Krypto-Mining vorsieht. Juristische Personen müssen mit Geldstrafen von bis zu 2 Millionen Rubel rechnen, Privatpersonen mit bis zu 150.000 Rubel.
